Wähler: Frau gut, Mann schlecht

Zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts in Deutschland wird nicht etwa nur gefeiert, nein Feminazis und ihre Pudel geifern pauschal gegen die Männer.

Im linken Umerziehungsblatt Spiegel/Spiegel Online heißt es provokant:

Frauen sind die besseren Wähler – Frauen sind besser für die Demokratie – überall

 

Schauen wir zuerst einmal auf den Autor des Artikels. Und oh Wunder – es sind nicht die beidem K(r)ampfemanzen Margarete Stokowski oder Sybille Berg, nein es ist ein Mann, Christian Stöcker, Professor und Blogger, der seine Kolumne ausgerechnet „Der Rationalist“ nennt, und bevorzugt über Hysterie und Fakten der deutschen Debatte auslässt. Da ich studiert habe und Professoren aus nächster Nähe kennengelernt habe, beeindruckt mich ein Professorentitel erst mal nicht sonderlich. Ich habe im Studium die ganze Bandbreite von Professoren kennengelernt: Von stinkefaul, selten da und wenn doch, dann schlecht vorbereitet, bis hin zu echten Koryphäen, die einen wirklich inspiriert haben. Herrn Stöcker zähle ich jedenfalls nicht zu Letzteren.

Wie gesagt, die Emanzen an sich sind ja schon eine Plage, schlimmer aber noch sind ihre Pudel, die vielfach versuchen, noch mehr Feminist zu sein, als die Steuerhinterzieherin Alice Schwarzer oder eine ganze Truppe Femen.

Stöcker beginnt sein Traktat mit den US Milliardär und PayPal Mitgründer Peter Thiel. Der hat schon etwas schräge Ansichten, aber er ist eine einzelne Person! Natürlich vergisst unser Spiegelagitator nicht zu erwähnen, dass Thiel weißer Hautfarbe ist (NAZI!), ein Mann ist (NAZI!), von deutschen Vorfahren abstammt (NAZI!) und Donald Trump gut findet. Was ist nun der Stein des Anstoßes? Thiel findet den Gender Gap nicht toll. Was ist der Gender Gap? Nun, dass unterschiedliche Wahlverhalten von Männern und Frauen.

Ab jetzt wird es schwarz-weiß bei Stöcker:

Frauen sind weniger herz- und rücksichtslos. Sie stimmen weniger oft für Kandidaten mit offenkundig aggressiven, militaristischen und feindseligen Positionen. Frauen [haben] eine andere Haltung zu einem der Grundwerte [], die Amerikaner im Schnitt wichtig finden, und zwar sozialer Ausgleich. Frauen in den USA haben demzufolge öfter etwas gegen die Diskriminierung von Schwarzen, Schwulen oder lesbischen Frauen, sie haben weniger Vorurteile gegenüber Einwanderern und interessieren sich mehr für das Wohlbefinden benachteiligter Kinder.

Beherzigt haben den Ratschlag [mehr Frauen in die Parlamente] mittlerweile vor allem die Demokraten, motiviert vermutlich nicht zuletzt durch Donald Trump, der für fast alles steht, was an Männern hässlich ist.

Wenn man sich eine Politik der Rücksichtslosigkeit, des Ressentiments, der Geschmacklosigkeit, des Sexismus und der Umweltzerstörung wünscht, lässt man am besten nur noch weiße Männer wählen.

Zitat Christian Stöcker

Fassen wir kurz zusammen:

Alle Frauen sind gut, edel, bessere Wähler weil wählen die Guten (Demokraten), sind empathisch und auf sozialen Ausgleich bemüht.

Männer diskriminieren Minderheiten, haben Vorurteile, sind aggressiv, herzlos, wählen die Bösen (Republikaner) und mögen Trump (der Antichrist!). Vergessen hat Stöcker nur noch die NRA und die Waffennarren.

Blöd nur, wenn die Argumentationskette irgendwann schwach wird: Zwar haben 92% der schwarzen Frauen und 3/4 der Latinas die Guten (Demokraten!!!!!!!1111) gewählt, aber bei den weißen Frauen (NAZIS?!) haben fast die Hälfte für Trump gestimmt. Aber natürlich hat der Herr Professor auch dafür eine Erklärung: Diese Frauen sind schlicht zu dumm, was an ihren Bildungsabschlüssen zu erkennen ist. Weiße Frauen mit Collegeabschluss (keine NAZIS!) wählen meist die Guten (Demokraten).

Kein einziges Mal findet eine Textpassage wie „gilt nicht pauschal für alle Männer“ Eingang in den Text. Wir dürfen Stöcker also unterstellen, ein Männerhasser zu sein und das Prinzip der Demokratie nicht verstanden zu haben. Es gibt nämlich keine guten und keine schlechten Wähler! Ein Amerikaner hat das Recht, Republikaner zu wählen, wie ein Deutscher, die AfD (noch!) zu wählen. Die Stimme des letzten Dummbeutels ist genauso wertvoll wie die des Herrn Professors! Wer wie Stöcker die Wahlentscheidung weniger gebildeter Menschen kritisiert begibt sich auf einen gefährlichen Weg! Es gehört schon eine ganze Portion Arroganz dazu, pauschal alle Männer und zusätzlich alle Frauen mit geringem Bildungsstand wegen ihrer Wahlentscheidungen zu verurteilen.

Sich selbst nimmt der gute Herr Professor natürlich (als einzigen?) weißen Mann aus. Er findet sich auch noch nett. (Sowas sollte man immer anderen überlassen. Selbsttäuschung kommt oft genug vor!) Aber er hat ja auch studiert, promoviert und habilitiert. Er ist also ein Doppel Plus Gutwähler, um es mal in Anlehnung an Neusprech aus dem Buch „1984“ von George Orwell zu formulieren.

Zum Schluss wird noch rasch der Schlenker nach Deutschland gezogen. Der Deutsche (weiß, Mann, also NAZI!) gehört umerzogen oder das Wahlrecht entzogen, weil zu 16% AfD Wähler. Die 9% Frauen, die AfD gewählt haben, (letztens waren es laut Frau Stokowski noch 10%) werden mal wieder unter den Tisch gekehrt. Oder sind das die mit den niedrigen Bildungsabschlüssen? Am besten auch gleich umerziehen. (Siehe Nordkorea, China zur Kulturrevolution, usw.)

Was kann Mann gegen solchen Journalismus tun? Nun, vor allem mit der Brieftasche abstimmen. Anfangen sollte man, bei Seiten wie Spiegel Online einen Ad-Blocker einsetzten und keinesfalls die Premiumfunktion zu buchen. Noch wichtiger aber ist: Die Spiegel Print Ausgabe nicht (mehr) kaufen. Das tut den selbsternannten Tugendwächtern und dem selbsternannten Sturmgeschütz der Demokratie am meisten weh! Was nichts bringt: Einen Leserbrief bei Spiegel Online schreiben. Die liest es eh nur der Zensor, um zu entscheiden, ob  der Text online gehen darf oder nicht, nicht aber der Autor, Christian Stöcker. Einen Namen, den Mann sich merken sollte.

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Einjähriges

first

Wie die Zeit vergeht. Vor genau einem Jahr ist dieses Blog am 9.11.2017 online gegangen. In der Zeit habe ich insgesamt 144 Beiträge veröffentlicht, also im Durchschnitt alle 2,5 Tage einen. Gut, einige waren nur lustige Bilder. Aber jeden Tag einen langen Artikel zu schreiben schaffe ich auch nicht. Außerdem musste ich eine Auszeit bedingt durch den fremdverschuldeten Autounfall hinnehmen.

Dieser Blog ist im Verhältnis zu vielen anderen mgtow Blogs noch jung. Aber es wird weitergehen. Ich freue mich darauf, auch in Zukunft für euch Artikel zu veröffentlichen.

Inspiriert zum Bloggen hat mich MGTOW Deutsch. Leider erschien dort der letzte Beitrag im April 2018, womit davon auszugehen ist, dass das Blog tot ist. Aber es gibt ja noch viele andere Blogs und die YouTube Szene ist aktiv wie nie zuvor. Das erfreut mich und lässt für die Zukunft hoffen.

Eurer

mgtow klartext

Die gefährliche schwarze Pille

In der reinen mgtow Lehre gibt es eigentlich wie im Film „Matrix“ nur die blaue und die rote Pille. Wer in seiner Scheinwelt verbleiben will, nimmt die blaue Pille. Wer mgtow ist, hat die rote Pille genommen.

Vielleicht zum Verständnis meine Definition der roten Pille:

Jemand ist „red pilled“, wenn er erkannt hat, dass in der (westlichen) Gesellschaft es nicht mehr die Frauen sind, die diskriminiert werden, sondern zunehmend die Männer. Dies gilt insbesondere in der Ehe, im Unterhaltsrecht, im Umgangsrecht mit den eigenen Kindern, in der Bildungspolitik (von Kita, Grundschule, weiterführenden Schulen bis hin zu den Universitäten.) Die besondere Förderung der Frauen geht im Berufsleben weiter. Männer hingegen werden von der durch und durch feminisierten Gesellschaft entweder als Dummbeutel, Rassisten, Sexisten, Kriegstreiber, Umweltsünder usw. betrachtet. Sprich, der Mann ist die Wurzel allen Übels. Der moderne Feminismus hat das Ziel, die klassische Familie zu zerstören. Das Zusammenleben von Männern und Frauen war zu keiner Zeit so gestört wie heute. Eine Frau, die es heute ernsthaft drauf anlegt, kann jeden Mann in seiner sozialen und finanziellen Stellung vernichten. Unbewiesene Vorwürfe, gerne auch angeblich Jahrzehnte zurückliegend, reichen völlig aus.

Aber wie das so heutzutage ist, kaum ist das duale System blau / rot etabliert, kommt irgendwer daher und definiert noch weiter Pillen in anderen Farben. So gibt es inzwischen auch noch schwarze und violette Pillen.

Die violette Pille ist ein Mix aus roter und blauer Pille. Also jemand, der die rote Pille genommen hat, aber trotzdem versucht, ein Leben als Bluepiller zu führen. Also jemand, der hofft, dass sich alles doch noch zum Guten wendet wird obwohl er erkannt hat, was alles schief für die Männer in den (westlichen) Staaten läuft.

Persönliche halte ich das für Quatsch. So dumm kann doch niemand sein, dass er einfach weiter so macht, obwohl er weiß, dass er auf der Verliererschiene unterwegs ist. Aber gut, Masochisten hat es schon immer gegeben.

Aber zurück zum Thema, der schwarzen Pille. Sie ist nicht weit entfernt von der roten Pille. Und deshalb durchaus eine Gefahr für mgtows! Die schwarze Pille ist eine fatalistische Version der roten Pille. Sie ist das, was die Incels ausmacht. Statt seinem Leben einen neuen Sinn und eine neue Ausrichtung Richtung mgtow zu geben, versinken die Black Piller in Selbstmitleid, Depression, geben sich auf oder drehen durch. (Wie einige Incels in den USA). Sie gehen nämlich davon aus, dass ihre Probleme unveränderlich sind. Sie führen dazu vor allem ihr Äußeres an. Geradezu pedantisch verachten sie ihre Anatomie, insbesondere Gesicht und Schädelform. Wer sich dazu noch in der entsprechenden Filterblase aufhält, in der er in seinen Ansichten nur bestärkt wird, hat ein echte Problem.

Jeder Mensch ist psychisch unterschiedlich stark. Wer psychisch labil ist, ist eher anfällig für die schwarze Pille. Was noch schlimmer ist, er erkennt vielleicht nicht einmal, in welche Abwärtsspirale er gerade hineingerutscht ist. Falls ihr jemanden in eurem Umfeld kennt, der auf dem besten Weg ist, ein Black Piller zu werden oder gar schon einer ist, helft ihm! Überzeugt ihn, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen! Bevor der selbstzerstörerische Weg in den Abgrund ein böses Ende nimmt!

Zu guter Letzt noch ein Video zum Thema. Es geht zwar primär um Incels, aber die Transfrau (also eigentlich ein ER) spricht auch über die rote (ab Minute 8:50) und die schwarze Pille (ab Minute 12:51). Sie/er erwähnt auch noch etliche Aspekte der roten und der schwarzen Pille, die ich weiter oben im Text nicht erwähnt habe. Nicht mit allem gehe ich inhaltlich 100% konform, trotzdem muss ich zugeben: Selten habe ich bei YouTube ein so professionell erstelltes Video gesehen. Hier stimmt einfach alles, Technik, Skript, Moderation, die notwendige Ernsthaftigkeit für das Thema aber auch die leichtfüßige und zuweilen witzige Vermittlung der Botschaft. Nicht zuletzt, dass sie/er auch Betroffener war, macht das Video authentisch. Sehenswert ist auch das Kapitel über Tinder (ab Minute 17:00).

Der Simp des Monats

Kennt noch jemand Christian Wulff? Der peinlichste Bundespräsident, den die Republik je erleben durfte? Dessen unrühmlicher Abgang im gellenden Pfeif- und Vuvuzelakonzert, das nicht einmal vom großen Zapfenstreich der Bundeswehr übertüncht werden konnte, in die Geschichte eingegangen ist?

Seine unheilige Allianz mit falschen Freunden wie Carsten Maschmeyer oder dem Bild Chefredakteur soll hier aber nicht das Thema sein.

Christian Wulff hat auch in Bezug auf das weibliche Geschlecht eine blamable Vorstellung hingelegt. Vielleicht liegt es schon in seiner Scheidungskindheit, denn als der kleine Christian 2 Jahre alt wurde, trennten sich seine Eltern und er wuchs bei seiner Mutter auf. Und wie wir heute wissen, gibt es nichts Schädlicheres für einen Jungen, als bei einer alleinerziehenden Mutter und damit ohne männliches Rollenvorbild aufzuwachsen. 1988 heiratete er die 2 Jahre jüngere Christiane Vogt. Der biedere Christian, optisch wie ein Sparkassenberater daherkommend und daher der Traum aller Schwiegermütter, heiratete eine ähnlich unscheinbare Christiane und bekam mit ihr eine Tochter. (Bild im Focus Artikel hier). 2006 trennten sich die beiden und im Februar 2008 wurde die Ehe geschieden, weil zuvor eine neue Frau in Christians Leben getreten war: Bettina Körner, die Christian Wulff auf einer Dienstreise in ihrer Funktion als Pressereferentin der Continental AG kennenlernte. Wulff war damals Ministerpräsident von Niedersachsen mit Ambitionen auf mehr. Im März 2008 heirateten die beiden, die 14 Jahre jüngere Bettina wurde vorher schon schwanger, so dass im Sommer 2008 der gemeinsame Sohn Linus geboren wurde. (War klar oder?) Im Juni 2010 wurde Wulff Bundespräsident und damit Staatsoberhaupt. Das hat sich für die finanziell klamme Bettina wirklich gelohnt. Schließlich war die studierte (ohne Abschluss) Bettina vorher nur Pressereferentin und alleinerziehende Mutter eines Sohnes (Leander, OMG) gewesen. Ihr Ex war auch nur einfacher Immobilienmakler gewesen. Dumm nur, dass der liebe Christian echte und falsche Freunde nicht unterscheiden konnte und über kein politisches Gespür verfügt. Während man über Frau Merkel sagt, dass sie sich nicht einmal auf einen Kaffee einladen lässt, machten die Wulffs ganz ungeniert Urlaub auf Kosten des halbseidenen Unternehmers Carsten Maschmeyer, der seine Karriere mit der unseriösen Drückerkolonne AWD begann. Und so nahm das Unheil seinen Lauf. Im Februar 2012 war der öffentliche Druck schließlich so groß, dass Wulff nach nur 18 Monaten vom Amt des Bundespräsidenten zurücktreten musste. Tja, und dann erlebte Wulff, was vielen Männern schon passiert ist:

Job weg = Frau weg

Im Januar 2013 verlies sie Christian, die Ehe wurde allerdings nicht geschieden. 2015 kamen beide wieder zusammen, heirateten sogar im Oktober 2015 kirchlich. Im Oktober 2018 kam dann aber doch das endgültige Aus.

Bettina, die sich schon bei der Rücktrittserklärung sichtlich von ihrem Mann distanzierte, veröffentlichte im September 2012 auch noch ein Buch über ihre Zeit als First „Lady“ mit dem Titel „Jenseits des Protokolls“. Die Autobiographie enthält wenig Schmeichelhaftes über ihren Christian:

Adrett, solide, gebildet und absolut seriös erscheinend: Als konservativer Politiker, als Katholik und fürsorglicher Familienvater war Christian Wulff sicher so einiges, zum Beispiel der Liebling vieler, wenn nicht gar aller Schwiegermütter, aber ganz gewiss war er kein Womanizer.

oder:

Wenn ich mich früher mit meinen Arbeitskollegen und vor allem -kolleginnen über Christian Wulff unterhalten habe und wir ihn uns in der Zeitung anschauten, fragten wir uns schon: Was findet eine Frau an diesem Mann? Irgendwie fehlten da ein paar Ecken und Kanten, etwas Besonderes und Eigenes. Christian Wulff wirkte glatt, wie der klassische Juristentyp. In puncto Kleidung kannte er scheinbar keine Alternative zu einem dunkelblauen Anzug und die Auswahl seiner Brillen war auch nicht gerade spektakulär.

oder:

was ich ja einmal selbst dachte: Wie kann sich eine junge Frau in einen Mann wie Christian Wulff verlieben?

oder über das Kennenlernen auf dem Flug nach Südafrika:

Dieser sprang dann kurz vor dem Start plötzlich auf, stieß sich noch den Kopf an der Gepäckablage, kam zu mir, beugte sich leicht vor, streckte mir die Hand entgegen und meinte: »Guten Tag, darf ich mich vorstellen? Ich heiße Christian Wulff.« Die Situation hatte schon Slapstick-Züge

oder:

Er war für mich trotz seines ja durchaus hohen Politikerdaseins so normal, so aufgeschlossen, so – und dies soll nicht negativ klingen (ja klar!) – wenig spektakulär, dass ich mich an seiner Seite wohlfühlte

usw.

Mehr Nachtreten geht irgendwie nicht oder? Gut, Biographien von Möchtegernprominenten liegen schon nach wenigen Monaten in der Grabbelkiste und werden danach wie Altpapier recycled, aber dennoch hat Bettina ihrem Mann vor der gesamten Republik lächerlich gemacht.

Aber nur ein Simp wie Christian Wulff hält weiter zu so einer Frau wie Bettina, heiratet sie später sogar kirchlich, nur um dann letzten Monat den finalen Arschtritt zu bekommen.

Aber, wie ich schon an anderer Stelle schrieb, jeder ist nützlich, selbst wenn er nur als abschreckendes Beispiel dient. Männer, die sich von Frauen um den Finger wickeln lassen, die Frauen auf Podeste stellen, die sich selbst erniedrigen werden von Frauen eben nicht ernst genommen. Mein Beileid hält sich in Grenzen.

Die Werte des Sigma Mannes

Der Sigma entspricht meiner Meinung nach am ehesten dem typischen mgtow Mann. (Eine Definition habe ich hier verfasst: Link). Der mgtow YouTube Content Provider „The Solitary Wolf“ hat nun ein Video erstellt, in dem es um die Werte des Sigmas geht.

Schauen wir uns die Werte mal im Einzelnen an:

1 – No need to proof anything (Kein Wunsch nach Bestätigung)

Guter Start, lieber Wolf! In der Tat liegt dem Sigma Mann nichts ferner, als nach Bestätigung zu suchen. Insbesondere nicht von Frauen, aber auch von allen anderen Menschen, die um ihn herum existieren. (Nachbarn, Verwandte) Der Sigma ist sich bewusst, dass das Erlangen von Bestätigung von Anderen ein zeitaufwendiger und mitunter kostspieliger Prozess sein kann. Darauf lässt sich der Sigma nicht ein. Seine Zeit und sein Geld gehören ihm allein und er ist nicht bereit, diese mit anderen zu teilen. Eine Einschränkung möchte ich aber machen: Wenn es um die berufliche Karriere geht, ist es notwendig, sich gegenüber Kollegen und Vorgesetzten zu positionieren und Arbeitsergebnisse ins rechte Licht zu rücken. Der Beruf ist nun mal ein notwendiges Übel und von der Bestätigung der eigenen Arbeitsleistung durch Vorgesetzte hängt ab, wie weit Mann Karriere macht. Selbstständigkeit ist übrigens keine Alternative, man hat dann zwar keinen Vorgesetzten, aber ist dafür direkt von der Bestätigung durch die Kunden abhängig.

2 – Autonomy (Autonomie)

Im Prinzip ist die Autonomie die direkte Folge von 1. Autonomie ist Freiheit und Unabhängigkeit von Anderen. Wer kennt sie nicht, die Männer, die immer erst ihre Frau (häufig „ihre Regierung“) fragen müssen, ob sie mit dem Sigma in die Kneipe, ins Fitnessstudio, zum Fußball oder sonst wo hin dürfen? Ein Sigma braucht keine Erlaubnis, dies oder das zu tun. Automonie ist maximale Freiheit! Solitary Wolf spricht auch wieder die Arbeitswelt an. Hier muss man glaub ich mehr differenzieren. Weit verbreitet in der Arbeitswelt ist das Peter Prinzip, das besagt, dass jemand bis an die Grenze der Inkompetenz befördert wird. Viele Vorgesetzte wirken daher auf ihrer Position inkompetent. Inkompetente Vorgesetze sind natürlich ein Graus, aber sie sind auch schwache Vorgesetzte, die von ihren Untergebenen abhängig sind. Entweder der Sigma nutzt die Inkompetenz aus oder er wechselt den Arbeitgeber. Ich selbst hatte viele Jahre einen absolut inkompetenten Chef. Er war nicht mehr als ein Unterschriftenautomat. Erst war ich irritiert, aber dann hab ich es genossen: Ich konnte tun und lassen, was ich wollte. Jetzt hab ich eine kompetente Chefin (!), die meine Arbeit zu würdigen weiß. Sie lässt mich gewähren so lange die Ergebnisse stimmen. Auch eine Form von Autonomie!

3 – Ideological Independence (Ideologische Unabhängigkeit)

Ich bin Atheist. Kaum 18 geworden, bin ich ins Amtsgericht meiner Stadt marschiert und habe meine freie Willensbekundung unterschrieben, die Amtskirche mit sofortiger Wirkung zu verlassen. Meiner Meinung nach sollte jeder Mensch sich aus dem Denkkorsett Religion lösen, unabhängig davon, welcher der 3 Weltreligionen man angehört hat. (Von Sekten und ähnlichen will ich gar nicht erst anfangen.) Religionen vertragen sich nicht mit kritischem Denken. Religiöse Führer mögen keine Gläubigen, die hinterfragen. Sigmas sind dagegen Freigeister, die grundsätzlich hinterfragen und kritische Distanz wahren. Nicht unähnlich religiösen Führern sind Politiker. In deutschen Parteien werden Lemminge herangezüchtet, die Abnicken, was der große Führer, oder in der CDU, die große Führerin vorgibt. Ein Zustand, der für einen Sigma unerträglich ist.

4 – Intellect (Intellekt)

Der Sigma befindet sich in einem kontinuierlichen Prozess des Studierens, Beobachtens und Analysierens der Welt um ihn herum. Er will verstehen, wie Prozesse funktionieren und auf einander einwirken. Unbekanntes wird demystifiziert, in dem der Sigma selbstständig in die neue Materie eindringt und sich das notwendige Wissen aneignet. Ein Mann muss nicht notwendigerweise studiert haben. Aber mit einem Studium (nicht der Gender Gaga „Wissenschaften“) hat er bewiesen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und interpretieren zu können. Der alte Spruch „Man lernt nie aus.“ hat für den Sigma dauerhafte Gültigkeit. Wissen macht nicht nur Spaß, Wissen ist sexy. Nicht rohe Gewalt sondern Wissen erhebt den Sigma heute über andere Männer und Frauen!

5 – Adaptability (Anpassungsfähigkeit)

Das Anpassen an neue Begebenheiten, egal ob bei Kleinigkeiten oder im Beruf zeichnen den Sigma aus. Wie Wasser sucht er sich einen Weg an den Hindernissen vorbei. Sein Weg kann nicht aufgehalten werden. Auch im Umgang mit anderen Menschen beweist der Sigma Anpassungsfähigkeit. Ob Small Talk mit Unbekannten bei Messen, Konferenzen oder im Urlaub, ob geduldiger Zuhörer bei guten Freunden oder als Manipulator bei Entscheidungsträgern, stets weiß der Sigma, was zu tun ist. Wo ich nicht zustimmen kann, ist dass der Sigma ein Einflüsterer für einen Alpha sein kann. Der Sigma verachtet den Alpha für sein aufgeplustertes Gehabe, für seine gockelhafte Imponier-Inszenierung, für seinen Drang nach Bestätigung, insbesondere von Frauen. Den Alpha von seinem Podest zu holen, seine Schwäche aufzuzeigen ist eher das Ding des Sigmas.

Im Berufsleben gilt dies natürlich nicht. Führungskräfte weit oben in der Hierarchie sind meistens Alphas. Hier nutzt der Sigma seine Anpassungsfähigkeit, um Einfluss zu gewinnen und seine berufliche Karriere durch den Alpha zu fördern.

Es gibt viele Methoden, Menschen im eigenen Sinne zu manipulieren oder von diesen manipuliert zu werden. Die Fachliteratur dazu ist kilometerlang. Dennoch ist es unabdingbar, dass der Sigma sich mit Manipulationsmethoden beschäftigt. Manipulation klingt zwar sehr negativ, ist aber auch ein wichtiger Teil der Anpassungsfähigkeit.

6 – Solitude (Abgeschiedenheit / Einsamkeit)

Solitude wird häufig zuerst mit „Einsamkeit“ übersetzt. Ich finde den Ausdruck „Abgeschiedenheit“ treffender. Ein Sigma sucht nicht die Einsamkeit, sondern hat das Bedürfnis, sich hin und wieder zurückzuziehen, um über bestimmte Dinge, oder sich selbst zu reflektieren, zu philosophieren, zu studieren. Er nimmt eine temporäre Auszeit von anderen Menschen. In dieser Zeit plant er für die Zukunft, kümmert sich um seine Gesundheit oder verarbeitet Dinge aus der Vergangenheit. Anschließend tritt er gestärkt wieder hinaus in die Welt, interagiert mit anderen. Der Sigma ist kein Eremit. Der Sigma verschließt sich nicht vor der Welt.

7- Introspection (Selbstwahrnehmung)

Der Sigma beobachtet nicht nur die Welt um ihn herum kritisch, sondern auch sich selbst. Selbstwahrnehmung und Selbstkritik sind wichtig, verhindern sie doch, dass der Sigma sich seltsame Marotten zulegt oder zum Eigenbrödler wird. Da der Sigma nicht auf das Urteil und die Bestätigung anderer Menschen Wert legt (außer im Beruf), muss er selbst über sich richten. Das Urteil anderer muss zudem nicht zwangsläufig objektiv sein. Aussagen anderer können manipulativen Charakter haben.

Zur Selbstwahrnehmung gehört nicht nur, die eigenen Handlungen aus der Vergangenheit zu prüfen und zu bewerten, sondern auch Pläne für die Zukunft zu schmieden und abzuwägen. Die Selbstwahrnehmung sollte permanent sein, obwohl die beste Zeit dafür natürlich in den Phasen der Abgeschiedenheit ist. (Siehe 6)

8 – Civil disobedience (Ziviler Ungehorsam)

Nun ja, hier vertrete ich einen etwas anderen Standpunkt als der Solitary Wolf. Ich gehe mit ihm konform, dass nutzlose und lächerliche Regeln als Nichtexistent betrachtet werden sollen und die Leute, die sie aufgestellt haben, der Lächerlichkeit preisgegeben werden müssen. Das macht sogar Spaß. Aber wo ist die Grenze? Wenn wir alle Regeln in Frage stellen, haben wir Anarchie, das Faustrecht und die Auflösung der staatlichen Ordnung. Ab wann sind wir Schafe, wieviel Wolf ist in uns? Der Sigma stellt sich erst einmal dieser Frage und ist damit schon weniger Schaf als 90% aller anderen Menschen. In einer Nichtraucherzone zu rauchen oder Fahrrad nicht auf dem Fahrradweg sondern auf dem Fußgängerweg zu fahren macht aus dem Schaf keinen Wolf! Sorry, da musste ich wirklich lachen. Der Wolf von heute nutzt die Lücken im System, solange es sie gibt. Ich habe 15 Jahre lang keine GEZ Gebühr gezahlt, bis das System umgestellt wurde und jeder Haushalt zwangsweise die Demokratiesteuer bezahlen muss. Ich hab während meines Studiums meinen Zweitwohnsitz nicht angemeldet und die entsprechende Steuer eingespart. (Alles verjährt!) 🙂 Ich habe den Generationenvertrag mißachtet, indem ich nicht geheiratet und Kinder in die Welt gesetzt habe. Reicht das um ein Wolf zu sein? Nach wessen Definition? Ich weiß es nicht. Ich denke, es ist wichtig, den Mächtigen auf die Finger zu klopfen und ein bisschen wie der Hoffnarr im Mittelalter den Finger in die Wunde zu legen. Vielleicht liegt es auch daran, dass es mir in dem System, wie wir es in Deutschland haben, gut geht, dass ich nicht mehr Veränderung will? Das Wesen des mgtow ist es ja auch nicht, anders als die MRAs, eine Veränderung im Zusammenleben der Geschlechter herbeizuführen, sondern sich auf sich selbst zu konzentrieren.

9 – Winning by not playing (Siegen durch Weigerung, nach den Regeln zu spielen)

Der Sigma entscheidet sich zumeist gegen kräftezehrende und unnötige Kämpfe, um die Rangfolge in der Hierarchie zu bestimmen. Gerne überlassen wir es den Alphas, sich den Thron zu erkämpfen und sich dann in endlosen Abwehrkämpfen zu verschleißen. Ganz wie die Männchen in einem Löwenrudel. Wir stellen nicht wie die Betas Frauen auf ein Podest, um sie anzuhimmeln und wie die Orbiter unterwürfig ihre Forderungen zu erfüllen. Welchen Rang andere uns zustehen ist uns egal und damit haben sie auch keine Macht über uns. (Wie üblich: gilt nur eingeschränkt für die Berufswelt.) Wir sind die innerlich lachenden Dritten, die am Rande des Boxrings zusehen, wie unsere Leithammel sich gegenseitig zu Grunde richten und ihre unterwürfigen Lemminge ihnen dienen. Der Sigma hasst die Attitüden der Aphas und er verachtet die Kriecherei der Betas und Omegas. Der Sigma weiß, dass seine Einstellung bei Alphas, Betas und Omegas nicht auf Gegenliebe stoßen wird. Er ist daher der Wolf im Schafspelz und er wird alles dafür tun, die Tarnung aufrecht zu erhalten.

10 – Silence is golden ([Reden ist Silber,] Schweigen ist Gold)

He who knows, does not speak. He who speaks, does not know.

Lao Tzu

Better to remain silent and be thought a fool than to speak out and remove all doubt.

Abraham Lincoln

Die genannten Sprichwörter geben es perfekt wieder. Mithören ist besser als sich verquatschen. Statt sich wichtig zu machen, ist es besser, Geheimnisse zu bewahren. Und selbst wenn uns die Meinung anderer über uns meist egal ist: Sich durch eigene Dummheit der Lächerlichkeit preiszugeben, sollte auch ein Sigma dringend vermeiden.