Männlichkeit = Faschismus?

Im Feuilleton der FAZ dreht gerade wieder eine Emanze durch: Die  Literaturwissenschaftlerin (Paris), Journalistin und Soziologin (Hamburg) Carola Wiedermann sieht in Männlichkeit Faschismus und weiße Scharia. Vermutlich haben wir es hier mit einer verwöhnten Göre zu tun, die keine Lust auf Arbeit hatte. Daher absolviert man erstmal 2 Studiengänge der Müsliwissenschaften. (Literatur, Soziologie) Und da frau den Wunsch hat, ihr krudes Männerbild unters Volk zu bringen, entschied sie sich für Journalismus. Da kann man den dummen ungewaschenen Massen erklären, wie die Welt funktioniert und seine persönliche Meinung zur allgemeinen Wahrheit hochstilisieren.

Also gut, Männlichkeit ist gleich Faschismus. Weiße Männer wollen in Deutschland die weiße Scharia einführen. Den Begriff weiße Scharia hatte ich bis dato noch nie gehört, aber gut, irgendwann ist immer das erste Mal. (Der weiße Mann ist ja grundsätzlich an allem schuld.) Wie kommt sie darauf? Sie berichtet über ein Mitglied der identitären Bewegung. Der wird dann mal eben auf die gesamte AfD und die Alt-Right Bewegung in den USA interpoliert. So einfach kann Journalismus sein!

Sexismus und Frauenverachtung seien Triebkräfte der Neuen Rechten. Aha, nur erstaunlich, dass AfD und Donald Trump erfolgreich geworden sind, weil sie auch von sehr vielen Frauen gewählt worden sind. Aber die Intention von Frau Wiedermann ist ja auch eine Andere: Frauen sind per se gut (links), Männer sind Faschisten. So einfach ist das. Schwarz und Weiß ist die Welt, Graustufen gibt es nicht.

Natürlich kämpfen immer mehr Männer gegen den Feminismus 3. Grades, den Genderwahn, die Verweiblichung der Gesellschaft und die Verweichlichung der Männer an. Mann braucht auch kein Fan von Björn Höcke zu sein, um dessen Aussage zuzustimmen, „Wir brauchen mehr Männlichkeit“. An Silvester 2015 kann man genau sehen, wohin die Verweichlichung unserer Gesellschaft und der Männer uns geführt haben. Auf der Kölner Domplatte und Umgebung wurden tausende Frauen von in Gruppen auftretenden Männern aus Nordafrika und dem nahen Osten belästigt, begrabscht und vergewaltigt. (Die hatten leider Frau Rekers Tipp „Eine Armlänge Abstand halten“ nicht beachtet!) Die deutschen Männer waren nicht in der Lage, ihre Freundinnen, Partnerinnen oder Frauen vor diesen Fremden zu schützen. Noch schlimmer, auch die Polizei, die das Gewaltmonopol des Staates vertreten soll, hat vollkommen versagt. Linke Politiker in NRW und Zeitungen haben sich weggeduckt und erst als die Vorgänge nicht mehr zu leugnen waren, mit halbherzigen Erklärungen jede Mitschuld an den Vorgängen von sich gewiesen.

Grotesk wird es, als Frau Wiedermann nun auch noch die PUA (pick up artists) zu Faschisten und Anhänger der weißen Scharia erklärt. Ich bin kein Freund von pua (pick up artistry), aber etliche Elemente aus den Standardwerken sind auch für mgtows interessant. Beiden Gruppen ist gemein, dass sie, wenn auch aus unterschiedlicher Motivation, den Mann erstmal wieder aufrichten und sein Selbstbewusstsein wiedererwecken wollen. Was ich an pua aber schlicht peinlich finde, sind die vielen Psychospielchen (c&f, social proof, push/pull, freeze out, rapport usw). Damit verderben PUA vor allem junge, unerfahrene Frauen und sorgen letztendlich für eine weitere Vertiefung des Grabens zwischen den Geschlechtern, weshalb mgtows es dann auch vorziehen, ihren eigenen Weg ohne feste Partnerin zu gehen. Den Stars unter den PUAs geht es vor allem darum, möglichst viel Kohle mit Männern zu machen, die unsicher im Umgang mit Frauen sind. 4-stellige Beträge für Kurse, die nicht mehr bringen als ein Buch wie „Lob des Sexismus“ oder ähnliche zeigen, worum es den Vorturnern am PUA Himmel wirklich geht. Viele männliche Loser, die einen solchen Kurs gebucht haben, sind hinterher auch nicht besser im Umgang mit Frauen sondern eher noch enttäuschter und verbitterter. Als mgtow kann ich jedem Mann nur raten, sich durchaus mal mit pua-Literatur zu beschäftigen, aber nicht jedes Wort zu glauben, was da so wohlfeil niedergeschrieben wurde. Was ich aber überhaupt nicht glaube, ist, dass die PUA-Community politisch ist. Hier geht es nur darum, die Frau ins Bett zu kriegen, aber nicht um Europolitik oder Grenzkontrollen wie bei der AfD.

Als nächstes darf der Politologe Sebastian Dörfler ran. Er greift wie alle Linken und Feministinnen die Familie an. Deren Zerstörung ist spätestens seit den 68’gern das Ziel linker Gesellschaftspolitik. Die Familie wird als reaktionär gebrandmarkt. Die Frau wird angeblich am Herd unterdrückt und die Kinder vom Vater manipuliert. Also muss die Frau aus der Familie befreit werden und am besten 60h die Woche arbeiten gehen. Die Kinder werden schon mit 1 Jahr oder als Baby in die „wohlmeinenden“ Hände linker Pädagogen gegeben, damit die Indoktrination so früh wie möglich beginnen kann.

Zu dumm nur, dass aber gerade Frauen sich Kinder und Partnerschaft wünschen. Viele erkennen auch, dass das Berufsleben auf Dauer gar nicht so erfüllend ist, wie man es ihnen immer wieder erzählt hat und wie sie es sich selbst eingeredet haben. Über die sog. Karrierefrauen, die mit 35-40 auf einmal merken, dass sie entgegen ihrer biologischen Prägung gelebt haben, habe ich neulich erst geschrieben.

Am Ende des Artikels kocht die ganze Scheiße nochmal richtig hoch. Männlichkeit (der Faschismus!) vereine 2 Gruppen, deren Interessen entgegengesetzt seien: Neocons wie Trump und Neokonservative. Grotesk: Wiedermann schreibt, dass viele Neokonservative früher links waren und unter dem Abbau des Sozialstaates leiden würden. Einen Beleg für diese Aussage liefert die Autorin natürlich nicht, denn es gibt keinen. Wer konservativ ist, ist nicht links. Konservative sind Bewahrer, die an erfolgreichen Entwicklungen (egal ob gesellschaftlich oder technisch) festhalten, während es Linken nicht schnell genug gehen kann, die Gesellschaft umzukrempeln und ständig den „Neuen Menschen“ zu erschaffen. Worin dies mündet hat die Geschichte uns schon mehrfach Zeugnis abgelegt: Stalin, Mao und Pol Pot ließen für ihre Idee einer neuen Gesellschaft und eines neuen Menschen Millionen ihrer eigenen Untertanen ermorden.

Multi-Kulti und Feminismus sind nicht das Übel der Menschheit, aber selbstgemachte Probleme einer Gesellschaft der Faulheit, der Trägheit und der Dekadenz. Selbst unser Außenministerdarsteller von der SPD, Sigmar Gabriel bekommt noch sein Fett weg für die Aussage, „die SPD habe sich zu sehr mit Fragen der Gleichstellung etwa von Homosexuellen beschäftigt statt mit den Arbeitern.“ Unserer Gesellschaft ist erfasst von der Tyrannei von Minderheiten. Wer am lautesten schreit bekommt die Aufmerksamkeit und seine gender-neutrale Toilette. Spätrömische Dekadenz einer Gesellschaft am Abgrund. Aber das Pendel schwingt mittlerweile zurück und davor haben Linke und Feminazis am meisten Angst. Die arbeitende Bevölkerung hat erkannt, dass diese für die Probleme unserer Gesellschaft keine Lösungen haben. Die Bevölkerung interessiert sich nicht für Gender-Studies, gendergerechte Sprache und Schrift sondern für bezahlbare Energie, Wohnraum, für Sicherheit und Arbeitsplätze. Das alles hat nichts mit dem untergehenden Patriarchat zu tun, das angeblich gefährlich wie ein angeschossenes Tier ist.

mgtows haben aus all dem schon lange ihre Konsequenzen gezogen. Frauen, denen von Feministinnen der Männerhass anerzogen wurde, lassen wir links liegen. Wir lassen Frauen im Glauben, sie könnten alles. Wir halten keine Türen mehr auf, wir helfen nicht mehr schwere Getränkekisten schleppen und wir stellen uns nicht mehr schützend zwischen Frauen und Gruppen von Belästigern (Köln). Haltet eine Armlänge Abstand wie es eure Geschlechtsgenossin Reker vorgeschlagen hat und tragt ein Bändchen mit der Aufschrift Respect. (Aber bitte so, dass man nicht aus Versehen Rape liest.) Besorgt euch Sperma von der Samenbank und zieht eure Bälger alleine groß. Ihr schafft das schon! 40h Arbeiten pro Woche und zusätzlich Kinderbetreuung kriegt ihr schon unter einen Hut!

mgtows proklamieren ein Männerbild mit Stolz, Selbstachtung, Kraft, Ausdauer, Erfindergeist und Willensstärke, völlig unabhängig davon, was Frauen davon halten. Wenn Frauen erkennen, dass darin etwas Gutes liegt, nehmen wir euren Wunsch nach neuer Nähe und Vertrautheit gerne an. Solange aber falsche Ideologien euch verblendet lassen, ihr Männlichkeit ernsthaft mit Faschismus gleichsetzt, interessiert uns euer Wohl und Weh kein Stück. Amen!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s