realbotix

Mit Sexbots ist dieses Blog gestartet, nun geht’s mit Sexbots weiter. Führend in dem Bereich ist die amerikanische Firma realbotix. Anläßlich der CES 2018 (Consumer Electronics Show) hat die Webseite engadget den Gründer interviewed und seine neuste Kreation vorgestellt. (Link mit 2 Videos hier)

Aber machen wir uns nichts vor. realbotix hat noch einen langen Weg vor sich. Aktuell sind die Sexbots der Firma weit davon entfernt, als Sexbots nach meinen Vorstellungen durchzugehen. In den Videos wird nämlich nur ein Kopf vorgestellt, der schon ein paar zugegebenermaßen tolle Dinge tun kann. Sie kann reden, bewegt dabei die Lippen, sie kann die Augen bewegen und zwinkern. Und sie kann den Kopf nach links, rechts, oben und unten bewegen. Dann hörts aber schon auf. Weder kann sie sehen (keine Kameras hinter den Augen), noch scheint sie eine voll bewegliche Zunge, falls überhaupt, zu haben. Einen richtigen Blowjob wird sie wohl kaum performen können.

Noch schlechter ist es um den Rest der Sexbots von realbotix bestellt. Man kann den Kopf auf einen passenden Torso stecken. Gesteuert wird der Kopf über eine App, die via Bluetooth mit der Steuerung im Hinterkopf Kontakt aufnimmt. Der Torso selbst enthält keinerlei Animatronic, er kann zwar in alle möglichen Positionen gerückt werden, aber sich kein Stück alleine bewegen. Also ist das Ding bisher keine Sexbot, sondern eher eine Gummipuppe deluxe. Immerhin kann der Körper mit Sensoren an den wichtigen Stellen versehen werden, hat eine Heizung, um die richtige Körperwärme zu simulieren und kann feucht werden.

Für den Kopf allein sind aktuell zwischen 8-10 tausend Dollar notwendig. Für early adopter sicher kein Problem, aber für einen quatschenden Kopf wie im Cyberpunkfilm One.Point.Zero von 2004 würde ich das niemals ausgeben. Wie gesagt, es liegt noch ein langer Weg vor realbotix, aber ich bin froh, dass Matt McMullen, Gründer und CEO von realbotix, diesen Weg zu gehen bereit ist. Anfeindungen hat es schon viele gegeben und er geht auch ein hohes finanzielles Risiko ein, aber die Belohnungen werden gigantisch sein, wenn realbotix als erstes mit einer „richtigen“ Sexbot auf den Markt kommt.

Jetzt fragt sich sicherlich der eine oder andere, wie für mich eine vollwertige Sexbot aussehen sollte. Das ist ganz einfach: Wie die Sexbot Kyoko aus dem Film „Ex Machina“ von 2015. Der freie Gang in dem Haus, in dem der Film die meiste Zeit spielt, ist zwar nicht 100% menschlich, aber nah genug dran. Sie zeigt zudem deutliche Unterwerfungsgesten gegenüber ihrem Besitzer und Schöpfer und macht sich nicht nur im Bett nützlich. Im Film kann sie zwar nicht sprechen, aber das liegt wohl eher daran, dass ihr Schöpfer ihr absichtliche keine Stimme gegeben hat. Ob Gesten in allen Situationen ausreichend sind, ist Ansichtssache. Ich würde verbale Rückmeldungen schon haben wollen. Aber das sollte eines der leichtesten Übungen sein, denn sprechen kann ja schon der aktuelle Kopf von realbotix. Kaufen kann man den übrigens seit Anfang diesen Jahres.

Über den Film „Ex Machina“ werde ich auch mal einen Blogeintrag erstellen, denn er ist durchaus lehrreich in Bezug auf die mgtow Philosophie. Auch die handelnden Personen sind Stereotypen wie aus dem Bilderbuch.

Erstaunlicherweise ist das Thema Sexbots sogar schon beim prüden Bayerischen Rundfunk angekommen. Bescheuert wie der ÖR ist, haben sie den „Test“ der weiblichen Sexbot mit einem weiblichen Pornostar Snuggie91 (Respekt, echt bescheuerter Name) durchgeführt. Und eine abgewrackte alte Schachtel aus England darf auch noch mahnend den Zeigefinger heben. Aber seht selbst:

Beunruhigen tut mich das aber nicht, ich denke, die Forschung und die Produktion von immer neuen, immer besseren Sexbots wird sich nicht mehr stoppen lassen. In 20 Jahren sind wir dann vielleicht so weit, dass meine Definition von Sexbots Realität geworden ist.

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Ein Gedanke zu “realbotix

  1. Pingback: mgtow Bluray Abend: Ex Machina | mgtow klartext

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