Frauen im Berufsleben

Wer kennt die ganzen Buzzwords aus dem feministischen Umfeld nicht: Gender Pay Gap, gläserne Decken, Old-Boys-Netzwerke, Sexismus am Arbeitsplatz usw. usf. Aber wie immer gilt: Wenn man mal genauer hinschaut, sieht alles doch ganz anders aus.

Vorweg noch zum sog. Gender Pay Gap: Am Anfang wird immer mit der Zahl 20-21% jongliert. Ist kein informierter Zuhörer dabei, wird diese hohe Zahl beklagt. Weißt ein Mann darauf hin, dass diese Zahl nicht stimmt, wenn es um die gleiche Tätigkeit geht, wird der Gender Pay Gap rasch auf 6-7% reduziert. Nun könnte man sagen, frau hat halt schlecht beim Gehalt verhandelt. Frauen schätzen ihre eigene Arbeit häufig als weniger wert ein, als Männer. Entsprechend verhandeln sie nicht so hart wie Männer. Ist das ein Männerproblem? Nein. Aber betrachten wir einen Moment den sog. Gender Pay Gap aus der Sicht des Arbeitgebers. Dem sollte es ja egal sein, ob er eine Frau oder einen Mann einstellt. Wenn er nun alle Frauen für 6-7% weniger Gehalt einstellen kann, warum stellt er dann überhaupt noch Männer ein? Jeder Arbeitgeber wäre ja schön blöd, wenn er nicht die Personalkosten um 6-7% senken könnte. Da aber in den Betrieben nicht nur Frauen arbeiten, gibt es entweder den Gender Pay Gap überhaupt nicht, oder Männer arbeiten halt besser, effizienter, länger und erfolgsorientierter.

Totale Gleichheit gibt’s nur im öffentlichen Dienst. Da ist eine Stelle z. B. nach TV-L 12 ausgeschrieben und egal ob Mann oder Frau, dieses Gehalt wird gezahlt.

Aber der öffentliche Dienst soll hier nicht das Thema sein, sondern die Finanzindustrie. Eine Branche, in der teilweise noch überdurchschnittliche Gehälter bezahlt werden, meist in Form eines Basisgehalts ergänz um eine erfolgsabhängige Bonuskomponente. Klar, der Ruf ist nicht der Beste, aber Geld stinkt nicht, sagten schon die alten Römer. Aber, oh Wunder, Frauen haben gar keine Lust, in der Finanzbranche zu arbeiten, allen Girl’s Days und anderer Nonsensveranstaltungen zum Trotz. Der Spiegel berichtet, aus welchen Gründen Frauen nicht in der Finanzbranche arbeiten wollen:

Wenig familienfreundlich und männerdominiert

Ich dachte immer, Frauen wollen Karriere machen und erst mit 35 eine Familie gründen? Bis dahin kann frau nach dem Studium und Berufseinstieg doch locker 2 Karrierestufen nehmen und nach der Geburt des Kindes sofort wieder weitermachen. Und wo ist das Problem mit der Männerdominanz? Frauen können doch alles besser als Männer und Männerdominanz sollte doch jede Powerfrau anspornen, diese zu durchbrechen. Das Berufsleben ist nun mal kein Zuckerschlecken und in extrem leistungsorientierten Jobs zählt nur die eigene Performance. Liebe Frauen, obwohl euch überall die roten Teppiche ausgerollt werden, fehlen euch am Ende doch der Mut (oder die Eier), neues Terrain zu erobern und sich durchzusetzen.

Unmoralisch

Das ist doch kein geschlechtsspezifisches Problem. Egal ob Mann oder Frau, das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Zu kompetitiv (Auf so ein Umfeld haben 76 Prozent der männlichen Studierenden Lust – aber nur 50 Prozent der weiblichen.)

Ah, hier nähern wir uns endlich der Wahrheit. Die Jobs sind der holden Weiblichkeit schlicht zu anstrengend. Statt im Wettstreit mit den Kollegen das beste Ergebnis zu erreichen (und den dicksten Bonus einzustreichen) möchte frau lieber mit den möglichst anderen Frauen im Team arbeiten. Wofür steht TEAM noch mal? Ja genau – „Toll Ein Anderes Machts“. Ich wiederhole mich gerne noch einmal, das Berufsleben ist nicht so glorreich, wie frau sich das als Teenager oder während ihres Gender-Studiums ausgemalt hat. Männer lieben die Herausforderung, das Messen untereinander, wer der Beste, Schnellste und Erfolgreichste ist. Frauen sitzen während dessen lieber im Stuhlkreis beisammen und singen und klatschen.

Inhaltlich unspannend und unpassend

Nochmal: Das Berufsleben ist repetiv, nicht immer spannend und auch von Misserfolgen gekennzeichnet. Wie kommt frau nur auf die Idee, der Arbeitgeber hätte ihr jeden Tag eine tolle Show zu liefern? Statt Fondsmanagerin zu werden wollen Frauen lieber im Marketing oder in Human Resources arbeiten. Na klar, bisschen Marketinggelaber oder Arbeitsverträge erstellen. Wobei nur ersteres spannend ist. Arbeit in HR ist doch auch extrem repetiv und langweilig. Bloß Stress gibt es in beiden Bereichen nicht und was noch wichtiger für frau ist, in beiden Bereichen arbeiten viele Frauen, so dass das Arbeitsumfeld schön wohlig flauschig ist.

Liebe mgtows, liebe Männer! Frauen in der Berufswelt haben es nicht verdient, besonders geschont, geschützt und verhätschelt zu werden. Ganz im Gegenteil sollte jeder Mann in jeder Frau in der eigenen Abteilung bzw. dem eigenen Unternehmen eine Konkurrentin sehen, so wie man auch alle anderen Männer als Konkurrenten sieht. Klar, bei der einen oder anderen Frau erkennt man schon, dass sie keine Gefahr für die eigene Karriere ist, aber bei den sog. Karrierefrauen ist Vorsicht angesagt. Auch diese sägen an fremden Stühlen und stoßen einem bildlich gesprochen das Messer in den Rücken, wenn man ihnen diesen nur unvorsichtigerweise zu lange zugedreht hat. Solange die Konjunktur gut läuft, ist in den meisten Betrieben auch eitel Sonnenschein. Aber spätestens wenn die nächste Kriese kommt, verwandeln sich viele Betriebe in ein Schlachtfeld, und da sollte jedem Mann klar sein, dass Frauen genauso hart kämpfen wie Männer, wenn es um die eigene Existenz geht. Aus der netten Kollegin wird dann schnell eine Killeramazone. Darauf sollte Mann vorbereitet sein.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s