Der Mann der Werbedepp vom Dienst

Es scheint für immer mehr Firmen in Mode zu kommen, in der Werbung für ihre Produkte den Mann grundsätzlich als minderbemittelten Depp darzustellen, der nur dank seiner genialen, überdurchschnittlich gut aussehenden Frau überhaupt halbwegs durchs Leben stolpert. Gesteigert wird das ganze noch durch neunmalkluge Bälger, die mit den Augen rollen, ob ihres zurückgebliebenen Vaters.

Besonders gerne wird diese männerfeindliche Werbung heute bei Finanzprodukten und von Versicherungen geschaltet. Beispielsweise hier:

Allein das Setting: Der Trottel sitzt auf der Couch und massiert seiner in einem Buch lesenden Frau die Füße. Die Rollenverteilung ist klar definiert und weil der Ehemann so ein armer Trottel ist, hat sie sich schon lange Gedanken gemacht, ihn irgendwann zu verlassen. Ja ich weiß, das ist Satire, aber letztendlich dockt die Werbegeschichte doch an typisch weibliche Denke an.

Noch ein Hinweis, weil ich hier eine Werbung für eine Riesterrente zur Untermauerung meiner These zeige: Leute, schließt niemals eine Riesterrente ab, niemals, niemals, niemals, besonders wenn ihr keine Familie habt! Zwar garantiert die Riesterrente die Auszahlung aller eingezahlten Beiträge und der staatlichen Förderung, aber wegen der üblichen, exorbitanten Abschluss Gebühren, die die Versicherung in den ersten Jahren als Prämie einstreicht, gebt ihr der Versicherung letztendlich nur ein zinsloses Darlehen. Lasst bloß die Finger von der Riesterrente! Nicht umsonst haben die Leute, die auf die Riester-Werbung reingefallen sind, schon Millionen Verträge beitragsfrei gestellt. Das ist die einzig sinnvolle Lösung, da man bei einer Kündigung erhebliche Einbußen hinnehmen muss.

Weiteres Beispiel gefällig?

Hier in der Konstellation mit Balg: Wenn der Langweiler (man beachte: Frisur, graue Hose und hellblaues Hemd), der aktuell die Familie ernährt, endlich tot ist, dann können Frau und Tochter endlich wieder die Sau rauslassen, sich einen Ponyhof (Tochter) oder eine Finca in Spanien (Ehefrau) kaufen.

Klar soll auch das Satire sein, aber letztendlich auf Kosten aller Männer, insbesondere von verheirateten Familienvätern.

Von besagter Versicherung werde ich zumindest weder jetzt noch in Zukunft jemals eine Police abschließen. Und für alle anderen Firmen, die meinen, ihre Produkte auf Kosten der Männer an die Frau zu bringen, gilt das ebenfalls. Aber das reicht nicht. Männer müssen sich auch fragen, warum die Unternehmen solche Werbung in Auftrag geben.  Das liegt daran, dass die Entscheidung, welche Produkte in Familien beschafft werden, immer häufiger von Frauen allein entschieden wird! Männer, ihr seid nicht dazu da, nur die Kohle ranzuschaffen. Holt euch die Hoheit über das Familienbudget zurück. Es ist euer Geld, es ist euer Recht, zu entscheiden, wofür es ausgegeben wird. Lasst euch nicht die letzte Würde nehmen, in dem ihr zulasst, dass solche männerfeindlichen Werbung sich noch mehr ausweitet!

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