Das Märchen vom Lohnunterschied

Pünktlich zum Weltweibertag (morgen) gibt’s bei Spargel Online wieder einen Bericht über den ach so großen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen. (Link zum Artikel). Zwar sei der Lohnunterschied geringer geworden (0,9% weniger), aber mit 21,5% immer noch einer der Höchsten in Europa. Veröffentlicht wurden die Zahlen von Eurostat.

Aber, und hier kommt das große aber, ich zitiere:

Bei dieser Messform (unbereinigtes Verdienstgefälle) werden die Art der Tätigkeit, die Erfahrung, Qualifikation, Alter und Teilzeit (!!!!!) außer Acht gelassen.

Ab hier braucht man eigentlich nicht mehr weiterlesen. Allein der Fakt, dass Teilzeit, die noch wesentlich von Frauen in Anspruch genommen wird, nicht angemessen berücksichtigt wird, macht die ganze Studie unseriös. Viele Frauen arbeiten zudem in schlecht bezahlten Berufen, wie Friseurhandwerk und in sozialen Berufen wie Altenpflegerinnen. Diese Berufe haben sich die Frauen aber selbst ausgesucht! Niemand wird gezwungen, Friseur zu werden! Wieso studieren diese Frauen keine MINT Fächer? Wieso studieren Frauen nicht vermehrt Informatik und werden dann SAP oder Oracle Consultants? Wer sich da nicht allzu dumm anstellt, geht nach wenigen Jahren mit einem sechsstelligen Gehalt nach Hause. Trotz aller Girls‘ Days sind Computer in den Augen von jungen Frauen ja doof, Nerdspielzeug, Geek-Beschäftigungsmittel, für das frau ja zu cool ist. Also stellt frau sich lieber mit Schere und Föhn bewaffnet in einen Friseursalon und hofft auf 3€ Trinkgeld.

Wissbegierig wie ich nun mal bin, hab ich den Artikel trotzdem noch zu Ende gelesen. Hach, und es wurde noch das Klagelied auf das erhöhte Armutsrisiko von Frauen angestimmt. Ja klar, wenn immer mehr Ehen geschieden werden (40% in Deutschland) und die Familiengerichte die Kinder meistens der Frau zusprechen. Diese Frauen können dann nur noch Teilzeit arbeiten, wenn überhaupt. Logische Konsequenz ist, dass das Geld dann nicht reicht.

Wer dann nicht noch privat für die Rente vorsorgen kann, muss im Alter dann Flaschen sammeln, oder sich bei den Tafeln anstellen. Wobei frau dann von sog. Flüchtlingen, die ihre Unterstützungsleistung (Geld) lieber in die Heimat per Western Union überweisen, an den Tafeln be- und verdrängt werden. (siehe Tafeln in der Stadt Essen)

Nichts neues im Westen. Mann soll nicht alles glauben, was in der sog. „Qualitätspresse“ so verkündet wird.

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