Entlarvendes aus der Spiegel Feminismusdebatte (1)

Ja, ich geb’s zu, ich lese hin und wieder den Spiegel. Nein, ich kaufe den Spiegel nicht. Dafür ist mir das Magazin zu links. Aber mein freundlicher Nachbar legt mir sein durchgelesenes Exemplar zur Zweitverwertung in den Briefkasten. Ich entsorge es dann später vorschriftsmäßig im Altpapier.

Im aktuellen Heft 13/2018 debattieren 9 „Persönlichkeiten“ über Feminismus, immer paarweise mit einem Spiegelredakteur. (Seiten 65-74) Keine Sorge, ich gehe nicht auf alle ein. Knallchargen wie Reyhan Şahin, Jugendlichen besser bekannt als Lady Bitch Ray, sind mir zu primitiv und zu anstrengend. Ich beschränke mich mal auf Micaela Schäfer, Birgit Kelle und Wolfgang Kubicki.

Zitate von Micaela Schäfer:

Ich arbeite in der Erotikbranche, da werden Frauen eigentlich bevorzugt, wir verdienen mehr als die Männer. Das ist in der ganzen Modelbranche so.

Halten wir fest, es gibt Branchen, wo Männer mehr verdienen und Branchen, wo Frauen besser bezahlt werden. Bedeutet das nicht, dass die ganze Gender Pay Gap Debatte eigentlich der dümmste Mist ist? Die deutsche Erotikbranche interessiert mich persönlich nicht, alles zu prollig und zu primitiv. Ich schätze mehr amerikanische Hochglanzproduktionen. Aber auch da gibt es nur wenige männliche Stars (Peter North), aber tonnenweise berühmte weibliche Darsteller.

Ich finde es in Ordnung, dass ich über mein Aussehen Geld verdiene. Keiner will wissen, ob ich die 16 Bundesländer kenne oder was Angela Merkel gerade macht. Ich muss zuverlässig sein, ich muss zu den Kunden freundlich sein.

Die Gridgirls in der Formel 1 würden sicher auch gerne weiter leicht verdientes Geld nach Hause tragen. Aber dank des Feminismus wissen wir nun: Mit Schönheit Geld zu verdienen ist Diskriminierung! Die Einzigen, die diese Entwicklung freut, sind die Hässlichen und die Fetten, neudeutsch Plus-Size. Für diese habe ich trotzdem eine traurige Nachricht: Auch in Zukunft werden Männer entweder einen großen Bogen um euch machen oder euch ausnutzen.

Na klar, Schönheit ist Macht. Wenn ich abends weggehe, ziehe ich ein extrakurzes Kleid an und trage einen Riesenausschnitt. Ich finde es toll, dass die Männer gucken. Ich weiß, dass ich, ganz plump gesagt, an so einem Abend keinen Cent ausgeben werde.

Genau so ist es. Leider gibt es immer noch genug dumme Männer, die für die Nähe einer attraktiven Frau zahlen oder für das wage Versprechen auf Sex die Brieftasche weit öffnen. Nun gut, diese Männer haben es verdient, ausgenommen zu werden wie eine Weihnachtsgans. Ich gönne es den attraktiven Frauen, bei mir funktioniert diese Masche allerdings nicht.

Frauen sind übrigens genauso oberflächlich wie die Männer, sie geben es nur oft nicht so offen zu. Wenn ich weggehe, mit anderen Mädchen, stehen wir da und schauen: Wer hat Macht? Ich fahre total auf mächtige Männer ab. Da kann der Kabelträger oder der Kameramann noch so süß sein, ich steh auf den Filmproduzenten.

So läuft das Geschäft seit Anbeginn der Zeit: Weibliche Schönheit und Sex gegen Geld, Status und Macht. Das funktioniert natürlich nicht bei alten Hexen und Plus-Size Feminazis. Aber für die überwiegende Mehrheit der Frauen ist das das Standardgeschäftsmodell für Beziehungen.

Ich höre oft von Frauen: Das ist doch nichts mit Zukunft, was du da machst. Deine Haut wird alt – und dann? Denen sage ich: Irgendwann funktioniert dein Kopf vielleicht nicht mehr, was machst du dann? Wenn ich alt bin, habe ich genug Geld verdient, habe es schlau in Immobilien angelegt. Dann leiste ich mir einen 20-jährigen Boyfriend. Dazu brauche ich keinen Feminismus, das klappt auch so.

Geld bedeutet Unabhängigkeit und Freiheit. Neu ist, dass auch Frauen mit Geld sich einen Geliebten (Boytoy) leisten können. Nur sollten Sie dabei bedenken, dass der Boytoy nur so lange bleibt, wie die Kohle fließt. Wenn die Schäfer alt und runzlig ist, wird ihr heißer Lover nicht wegen ihrem Körper und des Grannysex bei ihr bleiben. Da muss sie schon Reisen und Luxus bezahlen, sonst ist die „Liebe“ (Geschäftsbeziehung) gleich wieder zu Ende. Männer wissen das, Frauen hoffentlich dann auch.

Weiter geht’s morgen mit Teil 2!

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