Psychopathinnen

Vor 2 Wochen schrieb ich schon etwas zu einem Artikel aus dem Spiegel 13/2008. Aber ich war mit dem Heft noch nicht durch. Ab Seite 120 gibt es den nächsten interessanten Artikel. Es geht um weibliche Psychopathen. Um Frauen, die Männer, Kinder oder andere Frauen missbrauchen, bedrängen oder verletzen.

Gibt es nicht? Wenn man die Therapeutin Lydia Benecke fragt, die seit Jahren mit Psychopathen und Psychopathinnen der schlimmsten Sorte beruflich zu tun hat, kein Einzelfall. Ja, da geraten Weltbilder ins Wanken. Galt es doch bisher als abgemacht, dass Frauen Opfer sind, Opfer von Männern, Opfer des bösen Patriarchats, Missbrauchsopfer von Vater, Onkel oder Vorgesetzten. Ein Wunder, dass im feministisch angehauchten Spiegel überhaupt so ein Artikel erscheinen darf. Da hat der Feminazi-Zensor wohl nicht aufgepasst.

Feministinnen hassen mich dafür, aber ich sage es trotzdem: Emotionale und sexuelle Misshandlungen an Männern, die von Frauen begangen werden, bleiben auch in unserer scheinbar aufgeklärten Gesellschaft häufig unentdeckt.

Originalzitat Lydia Benecke

Und warum? Weil misshandelten Männern kein Gehör geschenkt wird. Weil selbst andere Männer Männern in Not keinen Glauben schenken. Zu tief ist im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert, dass ein Mann zwar Täter, aber niemals Opfer sein kann. Mann muss Frau Benecke dankbar sein, dass sie sich traut, zu sagen und zu veröffentlichen, was diametral dem gegenübersteht, was Feministinnen und ihre Pudel uns allen weiß machen wollen.  Nur, gibt es Männerhäuser? Gibt es Beratungsstellen für misshandelte, verprügelte, oder mit dem Tod bedrohte Männer? Natürlich nicht.

Es geht nicht um Mann und Frau«, sagt die Psychologin, »es geht darum, dass Menschen andere Menschen schlecht behandeln.

Wenn man diesen Satz interpretieren will, kann man annehmen, dass Männer und Frauen als Psychopathen sich nichts nehmen. Frauen fehlt in vielen Fällen vielleicht die Kraft, die ein Mann hat, aber sie gleichen dies durch Heimtücke, Psychoterror oder die Verwendung von Alltagsgegenständen als Waffe mehr als aus. Auch eine zierliche Frau kann einen beliebigen Mann mit einem einzigen Hieb mit einem Baseballschläger KO schlagen oder sogar töten.

Mit zweierlei Maß wird auch tausendfach bei sexuellem Missbrauch von minderjährigen Jungen durch ältere Frauen gemessen. Dann heißt es „der Jüngling wurde von der älteren Frau in die Geheimnisse der Liebe eingeführt“.  Andersherum besteht Konsens, dass es eine Vergewaltigung ist.

1980 entwarf der kanadische Psychologe Robert Hare eine „Psychopathie-Checkliste“, die leicht abgewandelt auch heute noch in Deutschland verwendet wird. Allerdings ist diese Liste rein auf männliche Psychopathen ausgelegt. Angewandt auf Psychopathinnen ergab diese Liste, dass diese häufig keine (!!) oder nur harmlose psychopathische Veranlagungen haben. Daher glaubte die Fachwelt und unsere Gesellschaft bis vor Kurzem, dass Frauen keine Psychopathen sein können!

Einen großen Unterschied gibt es aber wohl dennoch: Während psychopathische Männer eher fremde Menschen vergewaltigen und ermorden, drangsalieren psychopathische Frauen meist ihre eigene Familie, also Ehemann und / oder die eigenen Kinder.

Das ganze ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Männer heute diskriminiert werden. Sie werden einzig als potentielle Täter gesehen. Männliche Opfer werden ausgelacht und mit ihrem Problem alleine gelassen. Mit fatalen Konsequenzen.

Gleichzeitig ist der Artikel aber auch eine gute Warnung, bei einer Frau auf Anzeichen von psychopathischen Veranlagungen zu achten. Selbst ein mgtow, der nur kurzfristige Beziehungen eingeht oder nur ein sexuelles Abenteuer sucht, kann betroffen sein. Jeder kann von einer Frau gestalked werden. Das ist dann gar nicht mehr lustig.

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