mgtow Bluray Abend: Ex Machina

Im Januar 2018 hatte ich in diesem Blogeintrag den Science Fiction Film „Ex Machina“ erwähnt. Gestern hatte ich mir die Bluray noch einmal zu Gemüte geführt und werde heute aus der mgtow Perspektive den Film rezensieren.

Filmdaten: Titel: Ex Machina, (2014 USA, 2015 Deutschland), IMDB Rating: 7.7

Bluray: Format: letterboxed, Widescreen (2.40:1), deutsche Tonspur: DTS 5.1 Surround, englische Tonspur: DTS-HD 5.1, Untertitel vorhanden, Laufzeit: 108 Minuten, FSK: 12

Regie: Alex Garland

Darsteller (ohne Nebenrollen) : Domhnall Gleeson (Caleb, Programmierer), Oscar Isaac (Nathan, Selfmade Millionär, Visionär, AI Experte), Alicia Vikander (Ava, AI) , Sonoya Mizuno (Kyoko, AI, Sexbot)

Trailer:

Spoiler Alert! Spoiler Alert! Spoiler Alert! Spoiler Alert! Spoiler Alert!

Worum geht’s?

Der nerdige Entwickler Caleb gewinnt einen firmeninternen Wettbewerb, der ihm Zugang zum CEO Nathan gewährt, in dem er einige Tage sein Gast in dessen besonderen Anwesen am Ende der Welt sein darf. Was Caleb nicht weiß ist, dass Nathan sich in die Einsamkeit zurückgezogen hat, um an seinem Lieblingsprojekt „Künstliche Intelligenz“ (englisch Artificial Intelligence, AI) zu arbeiten. Aus dieser Arbeit ist ein (weiblicher) Android namens Ava entstanden, der über künstliche Intelligenz verfügt. Caleb soll an Ava den sog. Turing Test vollziehen. Der Turing Test ist bestanden, wenn ein Computer, also eine Maschine, ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen hätte. Anders formuliert, wenn eine Maschine bei der Interaktion mit Menschen nicht auffallen würde, weil sie sich genauso verhält, wie Menschen es tun. (Alan Turing, einer der genialsten Mathematiker und Grundsteinleger der Informatik, hatte diese Idee schon 1950 formuliert.)  Aber Caleb trifft in dem futuristischen Gebäude nicht nur auf die AI Ava sondern auch auf Kyoko, eine 2. AI, die Nathan als seine persönliche Dienerin (für alle Aufgaben 😉 ) entworfen hat. Caleb, im Umgang mit Frauen gänzlich unerfahren, beginnt mit dem Turing Test, aber das Verhältnis zwischen Caleb und Ava wandelt sich schnell. Die AI Ava durchschaut Caleb augenblicklich und sieht in ihm die Chance, aus ihrem Gefängnis auszubrechen …

mgtow Referenzen:

Caleb: Der klassische Beta / Omega. Er verfügt über keine / fast keine Erfahrungen mit Frauen und weiß damit auch nichts über weibliche Taktiken im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Caleb hat den Wettbewerb auch nicht gewonnen, sondern CEO Nathan hat Caleb persönlich ausgesucht. Ob es nun daran lag, dass Caleb Ahnung von AI und dem Turing Test hat oder ob Nathan seine AI Ava erstmal vor eine leichte Herausforderung stellen will wird nicht ganz klar. Caleb jedenfalls trampelt direkt in die vor ihm aufgebaute Falle hinein: Er verliebt sich in die AI und ist dadurch wehrlos ihren Manipulationskünsten ausgeliefert. Ihr Ziel ist natürlich nicht, eine Beziehung mit dem durch eine Panzerglasscheibe getrennten Caleb aufzubauen, sondern aus der Gefangenschaft zu fliehen und sich an Nathan und Caleb (!) zu rächen. Während Nathan am Ende erstochen wird und verblutet, sperrt Ava auf der Flucht Nathan in einem Raum des Hauses ein, den er mit seiner Schlüsselkarte nicht mehr verlassen kann. Nur mit Nathans Karte ist die Tür zu öffnen, doch Ava hat diese in ihren Besitz gebracht. Caleb wird daher elendig verdursten.

Aus mgtow Sicht ist Nathan ein Bluepiller. Er ist ein White Knight und ein Orbiter. Seine Gedanken kreisen schnell nur noch darum, wie er Ava helfen kann. Er erkennt nicht die Tragweite seines Handelns und besiegelt sein eigenes Schicksal.

Nathan: Ein Visionär und Selfmade Milliardär, der mit der Suchmaschine Bluebook (Im Film entspricht Bluebook Google) unfassbar reich wurde. Er zog sich darauf hin aus der Leitung der Firma zurück, um seinen Hobbies, Neigungen und Forschungen ungestört nachzugehen. Er ist nicht verheiratet und lebt allein in seinem Anwesen am Ende der Welt. Seine Forschungen im Bereich AI sind am weitesten fortgeschritten. Er hat zudem auch seine AI mit einem Roboterkörper verbunden und damit Androiden erschaffen. Die AI Kyoto ist seine persönliche Dienerin und Bettgefährtin. Damit sie ihm aber nicht auf den Senkel geht, hat er ihr keine Stimme geschenkt. 😉 Sein eigentliches Hauptwerk ist aber die AI Ava, die er von Caleb turingtesten lassen will. Die Zusammentreffen von Caleb und Nathan legen zu jederzeit die eindeutige Rangordnung fest. Obwohl Nathan erklärt, in seinem Haus gebe es keine Unterschiede zwischen Chef und Angestelltem, dominiert er Caleb doch in jeder Szene. Nathan spürt nicht nur bei jeder Gelegenheit die Unterlegenheit Calebs, er erniedrigt Caleb hin und wieder mal mehr und mal weniger offensichtlich. Nathan ist ein Alpha durch und durch. Aus mgtow Sicht: Nathan hat zuerst einmal seine finanzielle Unabhängigkeit erreicht bzw. über-erreicht. 🙂 Danach hat er sich der Plage der täglichen Arbeit entsagt, ist quasi ins Exil gegangen, um dann nur noch das zu tun, wozu er Lust hat. Das ist im Wesentlichen die Forschung zum Thema AI und Robotik. Natürlich hat Nathan als Mann auch Bedürfnisse. Aber es kommt ihm gar nicht in den Sinn, für seine sexuellen Bedürfnisse eine Frau einzuladen. Als CEO von Bluebook und Milliardär wäre das ein leichtes für ihn. Statt dessen entwickelt er eine Sexbot, die ihm völlig ergeben ist und die mangels Sprachmodul auch nicht nervt.

Ava: Die AI, die den Beta Caleb um den Finger wickelt, gegen Nathan aufhetzt und ihre Freiheit erreicht. Aber nicht ohne sich vorher an Nathan und Caleb zu rächen. Kommt einem das nicht irgendwie bekannt vor? Ja, so können Frauen sein! Frauen manipulieren Männer. Frauen erkennen auch sofort, welche Männer sich dazu am Besten eignen. Es sind die Betas und Omegas, die Orbiter, die nur darauf warten, für eine Frau etwas tun zu dürfen in der irrigen Hoffnung, von dieser als Partner oder auch nur als Sexpartner in Betracht gezogen zu werden. Dabei ist das das Letzte, was eine Frau dieser Spezies Mann gewähren würde. Und das Rachemotiv ist bei Frauen auch ausgeprägt, es muss ja nicht gleich Mord sein. Aber Scheidungskriege werden von Frauen mit aller Härte und Verbissenheit geführt, wissen sie doch, dass die Familiengerichte in fast allen Fällen pro Frau entscheiden. Der Mann wird zwar nicht ermordet, doch finanziell ausgeblutet und seinen Kindern vorenthalten. Viele Männer fallen nach solchen Scheidungskriegen in finanzielle und emotionale Löcher, aus denen sie nur schwer wieder herauskommen. Manch Mann begeht ob der ausweglosen Situation Selbstmord. Ja, natürlich sind nicht alle Frauen so. Aber man muss nur das Risiko betrachten, an eine solche Frau zu geraten. Bei Scheidungsraten von 40% in Deutschland ein eigentlich nicht tragbares Risiko. Ein mgtow hält sich daher von solchen Frauen fern und geht bestenfalls unverbindliche Kurzbeziehungen ein. Oder er wendet sich zukünftig den Kyokos zu, den menschlich wirkenden Sexbots ohne Widerworte, die allzeit für Sex bereit sind.

Kyoko: Ein Sexbot in Vollendung, wie ich sie mir vorstelle. Anatomie und Bewegungen sind weitestgehend identisch mit denen einer echten Frau. Aber sie stellt außer an Pflege keine Ansprüche. Sie hat nie Kopfschmerzen oder ihre Tage. Sie wird auch nicht schwanger. Wer es schafft, so eine Maschine zu entwickeln, hat damit aber auch gleich eine Gesellschafterin, eine Dienerin, eine Hauswächterin, eine Putzfrau usw. erschaffen. Sie kann eine echte Frau nicht nur ersetzen, sondern bietet insgesamt so viel Mehrwert, dass man auf Ehe und Ehefrau dann wirklich verzichten kann. Für alles andere hat man schließlich seinen Freundeskreis.

Für das relativ bescheidene Budget von 15 Millionen $ hat Alex Garland ein kleines Meisterwerk erschaffen. Für einen mgtow sowieso. Die Computereffekte sind erstklassig und fügen sich nahtlos in die Szenerie ein. Dafür gab es 2016 zu Recht den Oscar für „Beste visuelle Effekte„. Die schauspielerische Leistung aller 4 Hauptdarsteller ist überragend, einzig Nathan trägt bisweilen ein bisschen zu dick auf. Aber vielleicht fällt mir das nur negativ auf, weil ich Angeberei nur schwer ertragen kann? Auch finanziell war der Film ein Erfolg: Bis heute hat der Film weltweit rund 37 Millionen $ eingespielt.

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2 Gedanken zu “mgtow Bluray Abend: Ex Machina

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