Das nice guy Syndrom

Jahrzehnte des Feminismus haben aus den meisten Männern Waschlappen gemacht. Man sehe sich nur in den Straßen um: Hipster in Ökoklamotten schieben in ihrer Elternzeit den Kinderwagen durch die Gegend während sie latte macchiato schlürfend mit anderen Hipstern in ihrem Kiez über erneuerbare Energien reden.

Eine ganze Generation von Männern wurde häufig antiautoritär oder noch schlimmer von alleinerziehenden Müttern auf die harte und ungerechte Welt da draußen schlecht vorbereitet. Das spiegelt sich dann natürlich auch im Umgang mit dem anderen Geschlecht wieder und hat eine neue bedauernswerte Spezies namens „nice guy“ hervorgebracht. Diese Lappen versuchen es den Frauen, mit denen sie anbandeln wollen, in jeder Hinsicht recht zu machen. Sie beschenken, sie spielen den Kavalier, sie hören sich geduldig ihre Probleme an und versuchen alles, um ihr zu gefallen. Sie tun das, was sie als Kind gelernt haben, um Mutti zufrieden zustellen: Ein lieber, artiger Junge sein!

Resultat heute: Tritt in den Hintern oder einsortiert in der friend zone. Jedenfalls wird keiner dieser nice guys von einer Frau als (Sex-)Partner in Betracht gezogen.

Warum ist dies so? Nun, YouTube enthält tausende Videos dazu, stellvertretend möchte ich auf das Folgende eingehen:

Die Generalaussage schon mal ganz am Anfang: Nice guys finish last and there is nothing you can do about it.  Dieser Aussage kann ich aus eigener Erfahrung und Geschichten von anderen Männern nur zustimmen. Als Jugendlicher war ich anfangs auch ein „nice guy“.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was ist ein „nice guy“ und warum erhalten „nice guys“ grundsätzlich von Frauen Körbe?

Ein nice guy ist zum Beispiel jemand, der sich die Zuneigung einer Frau durch viele und oder teure Geschenke erkaufen will. Natürlich funktioniert das nicht, es wirkt auch eigentlich wie Prostitution. 😉 Damit beleidigt er natürlich auch seine Angebetete.

Der Autor des Videos hat 3 Typen von „nice guys“ ausgemacht:

Fakes: Ich glaube nicht, dass „nice guys“ fakes sind, die einer geheime Agenda folgen. Es stimmt einfach nicht, dass „Nice guys“ sich nicht für die Frau ihrer Träume interessieren und sie nur ins Bett bekommen wollen.

Diese Leute nennt man statt dessen „pick-up artists“, nicht „nice guys“! PUA investieren natürlich keine großen Summen in eine Frau, aber sie heucheln Interesse, umgarnen und schmeicheln, bis sie das Ziel (Sex) erreicht haben. Danach interessieren sie sich nicht die Bohne mehr für die Frau.

„nicy guys“ dagegen sind komplett fokussiert, wissen alles über ihre Angebetete und tun alles, aber wirklich alles, mit ehrlicher Intention, um ihr zu gefallen.

Inexperienced: Gut, Unerfahrenheit wirkt auf den Gegenüber merkwürdig, verkrampft, langweilig, spießig, häufig peinlich. Natürlich versuchen Unerfahrene ihre Unsicherheit zu überspielen, durch Witzigkeit, Großkotzigkeit, usw. und machen es dadurch nur noch schlimmer.

Es ist verständlich, dass Frauen auf so jemanden natürlich nicht stehen. Es ist genau das Gegenteil von souverän, dominant, unterhaltsam usw.

Aber: Dieses Verhalten kann man abschalten. Natürlich muss man sich erst einmal bewusst werden, dass man in diesem Bereich Defizite hat. Das ist kein einfacher und schneller Prozess, aber man kann daran arbeiten, sich zu verändern. Das sollte Mann auch. Nicht primär, um Frauen zu gefallen, sondern weil es auch in tausend anderen Situationen hilft. Man sollte das ganze sogar umdrehen: Souveränes Auftreten, in einer Gruppe die Richtung vorgeben oder anderen Leithengsten die Tour vermasseln, seinen Standpunkt klar und gegen Widerstände vertreten, bei sozialen Zusammenkünften unterhalten und witzig sein. Wer auf diese Weise durchs Leben fliegt, gelingt vieles leichter, zuletzt auch der Umgang mit Frauen.

want what you can’t have: Ja, dafür gibt es im Englischen auch einen Ausdruck für die Handlungsweise vieler Frauen: Monkey branching, das von Ast zu Ast (von Mann zu Mann) an die Spitze des Baumes (an die Spitze des Dreiecks aus money, power, status) kletternde Weibchen. Bestes Beispiel: Angelina Jolie

Natürlich sind Männer in Beziehungen oder die schon viele Beziehungen hatten interessanter als ein potentieller „Anfänger“. Während erste ansprechend auf Frauen wirken, geht von letzteren eher Verzweiflung und Bedürftigkeit aus. Frauen können sowas riechen.

Gegen monkey branching gibt es kein Rezept. Aber von Frauen, die sowas praktizieren, sollte Mann sich sowieso fernhalten. Verzweiflung und Bedürftigkeit kann man versuchen, abzulegen. Das ist ähnlich wie im Absatz zuvor bei „inexperienced“. Erkennen und Abstellen muss auch hier wieder da Ziel sein.

Im Gegenteil, das Pendel muss sogar in die andere Richtung ausschlagen: Behandle Frauen schlecht, von oben herab, ruf nicht zurück, halte sie hin, sei unverbindlich, widersprüchlich und unergründlich. (Ich weise darauf hin, dass schlecht behandeln nichts mit Gewalt etc. zu tun hat! Gewalt gegen Frauen üben nur Schwächlinge aus!) Frauen spornt das genannte nämlich an. Sie wollen diese „jerks“ nämlich bekehren, wollen das Gute hinter der Fassade suchen, wollen sich nicht eingestehen, schlecht behandelt zu werden. Sie wollen aus diesen bessere Männer machen. Richtige „jerks“ lassen das aber nicht zu. Denn was passiert, wenn Frau mit ihren Bemühungen Erfolg hatte? Aus dem „jerk“ wird ein „nice guy“ und Frau verliert jedes Interesse an ihm.

Dies ist der Punkt, den „nice guys“ am wenigsten verstehen, was aber verständlich ist, denn es ist in jedem Punkt genau das Gegenteil von dem, was den „nice guy“ ausmacht.

Der Autor fährt fort, in dem er behauptet, „nice guys“ und „jerks“ in ihren extremen Ausprägungen sind für eine dauerhafte Beziehung nicht geeignet. Nun, „nice guys“ in allen Ausprägungen werden von Frauen abgelehnt oder in der friend zone geparkt. Bei den „jerks“ sieht es dagegen anders aus. Wer nicht komplett über die Stränge schlägt, wird immer auf Frauen anziehend wirken. Es sind vor allem Kombinationen aus Attributen wie z. B. Arroganz und Souveränität, Unzuverlässigkeit und Humor, die die Frauen dahinschmelzen lassen.

Ein Mann sollte seine Gewichte alle in die „jerk“-Schale der Waage werfen. Es reicht, wenn eine Frau ihre Gegengewichte in die 2. Schale wirft, um die Beziehung zu stabilisieren.

Schauen wir uns zum Schluss noch die beiden Strategien an, die der Autor Männern an die Hand gibt:

Convince yourself to like someone else: Wie soll das denn funktionieren? Ich kann mich schließlich nicht selbst belügen. Daher wird es auch keinen Effekt haben, sich im Beisein der Person, in die man sich verschossen hat, selbst zu belügen.

friendzone the girl that you like: Hmm, ein interessanter Ansatz. Statt selbst in der friend zone zu landen, packt man seine Angehimmelte hinein. Aber läuft das für „nice guys“ nicht in einen Wettbewerb hinaus: Wer packt wen zuerst in seine friend zone? Bzw. was gewinnt man dadurch, dass nicht nur die Frau sondern auch der Mann den jeweils anderen in die friend zone packt mit allen Konsequenzen? Meiner Meinung nach passiert dann genau dass, was die Frau sowieso vorhatte und der Mann eigentlich vermeiden will: Es entsteht eine platonische Beziehung.

Beide Strategien, in 42 Sekunden im Video erklärt, halte ich für absolut nutzlos. Und dabei nennt sich der Autor des Videos auch noch „TopThink“. Ist mir die Ironie nur entgangen?

Als mgtow lege ich sowieso keinen Wert auf langfristige Beziehungen. Aber ich verhalte mich gegenüber Frauen wie der typische „jerk“. Insbesondere bin ich unverbindlich, widersprüchlich, lasse mich nicht domestizieren und weise Frauen Grenzen. Ich mache sehr deutlich, dass ich das Überschreiten dieser Grenzen auf keinen Fall toleriere.

Männer, arbeitet an euch. Eignet euch, wenn nicht schon vorhanden, Eigenschaften wie Durchsetzungsstärke, Willenskraft, Dominanz aber auch Humor und Weltgewandtheit an. Damit kommt ihr im Leben voran!

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