Ein paar Gedanken zu Brett Kavanaugh

Jetzt hat er es doch noch geschafft. Trotz der von Frauen erhobenen Vorwürfe wurde der Kandidat von US Präsident Trump gestern Nachmittag vom Senat mit 2 Stimmen Mehrheit bestätigt (50:48).

Mir geht es hier nicht darum, diesen Vorgang zu bewerten. Ist Kavanaugh ein rechter Hardliner? Das haben wir hier jenseits des Atlantiks nicht zu bewerten. Jedenfalls ist Kavanaugh entsprechend aller demokratischen Regeln gewählt worden und die Ernennung nur noch eine Formalität.

Was mich aber stört, ist die Art, wie versucht wurde, den Kandidaten zu diskreditieren und jene demokratischen Regeln auszuhebeln.

Man muss sich einmal vorstellen: Als die Nominierung bekannt gegeben wurde, hat sich Christine Blasey Ford, heute eine Professorin für Psychologie gemeldet, die behauptet, vor 35 Jahren im Alter von 17 Jahren auf einer feuchtfröhlichen Studentenfete hätte Kavanaugh versucht, sie zu vergewaltigen.

Ich möchte jetzt auch nicht auf die ganzen Ungereimtheiten eingehen, die den Fall umgeben. So war noch eine dritte Person im Raum, die aber zu keiner Aussage bereit war. Und es taucht eine eidesstattliche Erklärung eines Ex von Frau Ford auf, die wenig schmeichelhaft ist und Zweifel an ihrer Integrität nährt.

Was mich ärgert ist, dass jemand mit  nicht mehr nachprüfbaren Vorwürfen, die zudem 35 Jahre zurückliegen, versucht, die Karriere eines Mannes zu ruinieren und fast damit durchgekommen wäre. Wieso ist Ford nicht zur Polizei gegangen nach der Party oder am nächsten Morgen? Gut, vielleicht war sie noch unter Schock oder wusste nicht, was sie tun sollte. Aber sicher hat sie doch jemanden eingeweiht? Vielleicht hat sie ihren Eltern, ihrer besten Freundin oder eine Vertrauensperson der Universität etwas erzählt. Warum ist sie dann nicht einige Wochen später zu Polizei gegangen? Spätestens zu diesen Zeitpunkt hätte sie sich doch klar sein müssen, dass sie beinahe Opfer eines Verbrechens geworden wäre. Ich hätte auch kein Bedenken, wenn sie etwas länger gebraucht hätte, um die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten. Sagen wir 1 Jahr.

Aber 35 Jahre? Ich bin kein Jurist und kann mit der komischen Art, wie Juristen denken, auch nichts anfangen. Aber wäre die Tat (versuchte Vergewaltigung), so sie denn stattgefunden hat, dann nicht verjährt? Und noch etwas, nach 35 Jahren verändern sich Erinnerungen, besonders wenn sie auf einem traumatischen Ereignis beruhen. Das Gehirn fängt an, Sachverhalte zu verändern, Sachverhalte wegzulassen, schlimme Situationen abzumildern oder auszublenden. Auf jeden Fall habe ich große Zweifel, dass Ford sich an die Situation, zumal möglicherweise unter Alkoholeinfluss, noch bis ins kleinste Detail akkurat erinnern kann. Und das wäre unbedingt für einen fairen Prozess notwendig. Kavanaugh hat die Tat immer bestritten. Damit steht letztendlich Aussage gegen Aussage.

Wären Ford und die Demokraten im Senat dennoch damit durchgekommen, hätte bei jedem Mann ein Warnsignal anspringen müssen. Männer müssen sich im Klaren sein, dass eine Frau im Zweifel ohne Beweise nur mit einer Geschichte, die auch Jahrzehnte zurückliegen darf, jeden Mann ruinieren kann. Und selbst wenn der Mann strafrechtlich entlastet wird, ist er dennoch gesellschaftlich erledigt. Es ist dies diese ausgelutschte Geschichte vom bösen, alten,  weißen Mann, vom Patriarchat, der die Frau unterdrückt, die Umwelt verseucht, schlicht für alles Böse auf der Welt verantwortlich ist. Auch Kavanaugh wird sich an den besagten Abend vielleicht nicht mehr vollständig erinnern können, da er damals wohl stark dem Alkohol zugesprochen hat. 😉 Wer hat das in seiner Studentenzeit nicht gemacht? Jedenfalls werden seine Erinnerungen genauso unscharf sein, wie die von Ford. Einen Nachteil hat er allerdings: Er kann sich somit schlecht gegen die Vorwürfe verteidigen.

Der Aufschrei deutscher Feministinnen bei der schreibenden Zunft folgt der Bestätigung Kavanaughs auf dem Fuß: Beim Spiegel geifert z. B. die Kampfemanze Margarete Stokowski (Abschied vom Patriarchat Brett Kavanaugh – Ikone des Untergangs) , bei der Zeit Adrian Staud (Fürchtet den weißen Mann).

Liebe Frau Stokowski, Kavanaugh ist keine Ikone des Untergangs, mit 53 Jahren wird der auf Lebenszeit ernannte Richter noch viele Jahre wirken können und die amerikanische Gesellschaft hoffentlich vor einem weiteren Abdriften in immer feministischeren Wahn schützen können. Auch auf dem Feld des Gendergaga-Wahns kann sich der Richter betätigen, um die Verwerfungen wieder gerade zu rücken. Am Ende ist Kavanaugh jedenfalls noch lange nicht! Das Patriarchat, dass es früher mal gegeben hat, ist dagegen heute schon am Ende. Heute geht es darum, die Rechte, die Männer haben, zu verteidigen. Und das wird Kavanaugh in Amerika auf jeden Fall tun.

Und eines muss man Trump in diesem Fall zugestehen, wo andere den Richter hätten fallen gelassen, hat er sich unbeirrt durchgesetzt und seinen Wählern geliefert. Eine Merkel wäre nicht nur eingeknickt, sondern hätte auch 3x ihre Meinung geändert, je nachdem, was ihr die Demoskopen geraten hätten. Der Fall Hans-Georg Maaßen hat es vor kurzem gezeigt.

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