Die gefährliche schwarze Pille

In der reinen mgtow Lehre gibt es eigentlich wie im Film „Matrix“ nur die blaue und die rote Pille. Wer in seiner Scheinwelt verbleiben will, nimmt die blaue Pille. Wer mgtow ist, hat die rote Pille genommen.

Vielleicht zum Verständnis meine Definition der roten Pille:

Jemand ist „red pilled“, wenn er erkannt hat, dass in der (westlichen) Gesellschaft es nicht mehr die Frauen sind, die diskriminiert werden, sondern zunehmend die Männer. Dies gilt insbesondere in der Ehe, im Unterhaltsrecht, im Umgangsrecht mit den eigenen Kindern, in der Bildungspolitik (von Kita, Grundschule, weiterführenden Schulen bis hin zu den Universitäten.) Die besondere Förderung der Frauen geht im Berufsleben weiter. Männer hingegen werden von der durch und durch feminisierten Gesellschaft entweder als Dummbeutel, Rassisten, Sexisten, Kriegstreiber, Umweltsünder usw. betrachtet. Sprich, der Mann ist die Wurzel allen Übels. Der moderne Feminismus hat das Ziel, die klassische Familie zu zerstören. Das Zusammenleben von Männern und Frauen war zu keiner Zeit so gestört wie heute. Eine Frau, die es heute ernsthaft drauf anlegt, kann jeden Mann in seiner sozialen und finanziellen Stellung vernichten. Unbewiesene Vorwürfe, gerne auch angeblich Jahrzehnte zurückliegend, reichen völlig aus.

Aber wie das so heutzutage ist, kaum ist das duale System blau / rot etabliert, kommt irgendwer daher und definiert noch weiter Pillen in anderen Farben. So gibt es inzwischen auch noch schwarze und violette Pillen.

Die violette Pille ist ein Mix aus roter und blauer Pille. Also jemand, der die rote Pille genommen hat, aber trotzdem versucht, ein Leben als Bluepiller zu führen. Also jemand, der hofft, dass sich alles doch noch zum Guten wendet wird obwohl er erkannt hat, was alles schief für die Männer in den (westlichen) Staaten läuft.

Persönliche halte ich das für Quatsch. So dumm kann doch niemand sein, dass er einfach weiter so macht, obwohl er weiß, dass er auf der Verliererschiene unterwegs ist. Aber gut, Masochisten hat es schon immer gegeben.

Aber zurück zum Thema, der schwarzen Pille. Sie ist nicht weit entfernt von der roten Pille. Und deshalb durchaus eine Gefahr für mgtows! Die schwarze Pille ist eine fatalistische Version der roten Pille. Sie ist das, was die Incels ausmacht. Statt seinem Leben einen neuen Sinn und eine neue Ausrichtung Richtung mgtow zu geben, versinken die Black Piller in Selbstmitleid, Depression, geben sich auf oder drehen durch. (Wie einige Incels in den USA). Sie gehen nämlich davon aus, dass ihre Probleme unveränderlich sind. Sie führen dazu vor allem ihr Äußeres an. Geradezu pedantisch verachten sie ihre Anatomie, insbesondere Gesicht und Schädelform. Wer sich dazu noch in der entsprechenden Filterblase aufhält, in der er in seinen Ansichten nur bestärkt wird, hat ein echte Problem.

Jeder Mensch ist psychisch unterschiedlich stark. Wer psychisch labil ist, ist eher anfällig für die schwarze Pille. Was noch schlimmer ist, er erkennt vielleicht nicht einmal, in welche Abwärtsspirale er gerade hineingerutscht ist. Falls ihr jemanden in eurem Umfeld kennt, der auf dem besten Weg ist, ein Black Piller zu werden oder gar schon einer ist, helft ihm! Überzeugt ihn, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen! Bevor der selbstzerstörerische Weg in den Abgrund ein böses Ende nimmt!

Zu guter Letzt noch ein Video zum Thema. Es geht zwar primär um Incels, aber die Transfrau (also eigentlich ein ER) spricht auch über die rote (ab Minute 8:50) und die schwarze Pille (ab Minute 12:51). Sie/er erwähnt auch noch etliche Aspekte der roten und der schwarzen Pille, die ich weiter oben im Text nicht erwähnt habe. Nicht mit allem gehe ich inhaltlich 100% konform, trotzdem muss ich zugeben: Selten habe ich bei YouTube ein so professionell erstelltes Video gesehen. Hier stimmt einfach alles, Technik, Skript, Moderation, die notwendige Ernsthaftigkeit für das Thema aber auch die leichtfüßige und zuweilen witzige Vermittlung der Botschaft. Nicht zuletzt, dass sie/er auch Betroffener war, macht das Video authentisch. Sehenswert ist auch das Kapitel über Tinder (ab Minute 17:00).

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2 Gedanken zu “Die gefährliche schwarze Pille

  1. Eigentlich sehe ich die schwarze Pille als die, derjenigen die sich nicht nur vom Frauen, sondern auch vom Staat versuchen zu lösen. Schwarz ist die Farbe des Anarchismus und der libertäre Anarchismus ist das was einen radikalen MGTOW auszeichnet.
    Nicht nur die Frauen bescheißen einen, sondern die Gesellschaft ist so aufgebaut, dass sie Männer in allen Belangen ausbeutet. Dagegen hilft nur ein Rückzug und sein eigenes Ding zusammen mit anderen Männern machen.
    Kapitalismus und Kommunismus sind beides Wirtschaftsformen die zur Versklavung von Männern gemacht wurden und auf dieser Aufbauen, dagegen hilft nur die Autarkie und der Minimalismus, sonst zahlst du für Frauen weiter, wenn nicht direkt, dann halt indirekt.

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  2. Ich denke, die violette Pille ist der bequeme Weg der Verdrängung. Wer sie nimmt, ist mit der roten Pille schon begegnet, will aber keine Konsequenzen daraus ziehen. Für ihn ist die Welt der blauen Pille zu komfortabel. Er will sein Leben als Schaf weiterführen, weil das Leben ausserhalb der Matrix zu anstrengend ist.

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