Wähler: Frau gut, Mann schlecht

Zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts in Deutschland wird nicht etwa nur gefeiert, nein Feminazis und ihre Pudel geifern pauschal gegen die Männer.

Im linken Umerziehungsblatt Spiegel/Spiegel Online heißt es provokant:

Frauen sind die besseren Wähler – Frauen sind besser für die Demokratie – überall

 

Schauen wir zuerst einmal auf den Autor des Artikels. Und oh Wunder – es sind nicht die beidem K(r)ampfemanzen Margarete Stokowski oder Sybille Berg, nein es ist ein Mann, Christian Stöcker, Professor und Blogger, der seine Kolumne ausgerechnet „Der Rationalist“ nennt, und bevorzugt über Hysterie und Fakten der deutschen Debatte auslässt. Da ich studiert habe und Professoren aus nächster Nähe kennengelernt habe, beeindruckt mich ein Professorentitel erst mal nicht sonderlich. Ich habe im Studium die ganze Bandbreite von Professoren kennengelernt: Von stinkefaul, selten da und wenn doch, dann schlecht vorbereitet, bis hin zu echten Koryphäen, die einen wirklich inspiriert haben. Herrn Stöcker zähle ich jedenfalls nicht zu Letzteren.

Wie gesagt, die Emanzen an sich sind ja schon eine Plage, schlimmer aber noch sind ihre Pudel, die vielfach versuchen, noch mehr Feminist zu sein, als die Steuerhinterzieherin Alice Schwarzer oder eine ganze Truppe Femen.

Stöcker beginnt sein Traktat mit den US Milliardär und PayPal Mitgründer Peter Thiel. Der hat schon etwas schräge Ansichten, aber er ist eine einzelne Person! Natürlich vergisst unser Spiegelagitator nicht zu erwähnen, dass Thiel weißer Hautfarbe ist (NAZI!), ein Mann ist (NAZI!), von deutschen Vorfahren abstammt (NAZI!) und Donald Trump gut findet. Was ist nun der Stein des Anstoßes? Thiel findet den Gender Gap nicht toll. Was ist der Gender Gap? Nun, dass unterschiedliche Wahlverhalten von Männern und Frauen.

Ab jetzt wird es schwarz-weiß bei Stöcker:

Frauen sind weniger herz- und rücksichtslos. Sie stimmen weniger oft für Kandidaten mit offenkundig aggressiven, militaristischen und feindseligen Positionen. Frauen [haben] eine andere Haltung zu einem der Grundwerte [], die Amerikaner im Schnitt wichtig finden, und zwar sozialer Ausgleich. Frauen in den USA haben demzufolge öfter etwas gegen die Diskriminierung von Schwarzen, Schwulen oder lesbischen Frauen, sie haben weniger Vorurteile gegenüber Einwanderern und interessieren sich mehr für das Wohlbefinden benachteiligter Kinder.

Beherzigt haben den Ratschlag [mehr Frauen in die Parlamente] mittlerweile vor allem die Demokraten, motiviert vermutlich nicht zuletzt durch Donald Trump, der für fast alles steht, was an Männern hässlich ist.

Wenn man sich eine Politik der Rücksichtslosigkeit, des Ressentiments, der Geschmacklosigkeit, des Sexismus und der Umweltzerstörung wünscht, lässt man am besten nur noch weiße Männer wählen.

Zitat Christian Stöcker

Fassen wir kurz zusammen:

Alle Frauen sind gut, edel, bessere Wähler weil wählen die Guten (Demokraten), sind empathisch und auf sozialen Ausgleich bemüht.

Männer diskriminieren Minderheiten, haben Vorurteile, sind aggressiv, herzlos, wählen die Bösen (Republikaner) und mögen Trump (der Antichrist!). Vergessen hat Stöcker nur noch die NRA und die Waffennarren.

Blöd nur, wenn die Argumentationskette irgendwann schwach wird: Zwar haben 92% der schwarzen Frauen und 3/4 der Latinas die Guten (Demokraten!!!!!!!1111) gewählt, aber bei den weißen Frauen (NAZIS?!) haben fast die Hälfte für Trump gestimmt. Aber natürlich hat der Herr Professor auch dafür eine Erklärung: Diese Frauen sind schlicht zu dumm, was an ihren Bildungsabschlüssen zu erkennen ist. Weiße Frauen mit Collegeabschluss (keine NAZIS!) wählen meist die Guten (Demokraten).

Kein einziges Mal findet eine Textpassage wie „gilt nicht pauschal für alle Männer“ Eingang in den Text. Wir dürfen Stöcker also unterstellen, ein Männerhasser zu sein und das Prinzip der Demokratie nicht verstanden zu haben. Es gibt nämlich keine guten und keine schlechten Wähler! Ein Amerikaner hat das Recht, Republikaner zu wählen, wie ein Deutscher, die AfD (noch!) zu wählen. Die Stimme des letzten Dummbeutels ist genauso wertvoll wie die des Herrn Professors! Wer wie Stöcker die Wahlentscheidung weniger gebildeter Menschen kritisiert begibt sich auf einen gefährlichen Weg! Es gehört schon eine ganze Portion Arroganz dazu, pauschal alle Männer und zusätzlich alle Frauen mit geringem Bildungsstand wegen ihrer Wahlentscheidungen zu verurteilen.

Sich selbst nimmt der gute Herr Professor natürlich (als einzigen?) weißen Mann aus. Er findet sich auch noch nett. (Sowas sollte man immer anderen überlassen. Selbsttäuschung kommt oft genug vor!) Aber er hat ja auch studiert, promoviert und habilitiert. Er ist also ein Doppel Plus Gutwähler, um es mal in Anlehnung an Neusprech aus dem Buch „1984“ von George Orwell zu formulieren.

Zum Schluss wird noch rasch der Schlenker nach Deutschland gezogen. Der Deutsche (weiß, Mann, also NAZI!) gehört umerzogen oder das Wahlrecht entzogen, weil zu 16% AfD Wähler. Die 9% Frauen, die AfD gewählt haben, (letztens waren es laut Frau Stokowski noch 10%) werden mal wieder unter den Tisch gekehrt. Oder sind das die mit den niedrigen Bildungsabschlüssen? Am besten auch gleich umerziehen. (Siehe Nordkorea, China zur Kulturrevolution, usw.)

Was kann Mann gegen solchen Journalismus tun? Nun, vor allem mit der Brieftasche abstimmen. Anfangen sollte man, bei Seiten wie Spiegel Online einen Ad-Blocker einsetzten und keinesfalls die Premiumfunktion zu buchen. Noch wichtiger aber ist: Die Spiegel Print Ausgabe nicht (mehr) kaufen. Das tut den selbsternannten Tugendwächtern und dem selbsternannten Sturmgeschütz der Demokratie am meisten weh! Was nichts bringt: Einen Leserbrief bei Spiegel Online schreiben. Die liest es eh nur der Zensor, um zu entscheiden, ob  der Text online gehen darf oder nicht, nicht aber der Autor, Christian Stöcker. Einen Namen, den Mann sich merken sollte.

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