Mini Merkel und der Weg ins Matriarchat

Gestern hat die Christlich Demokratische Union (CDU) eine neue Parteivorsitzende gewählt. Nach 18 und zuletzt quälenden Jahren mit Merkel hatte ich große Hoffnungen, dass Friedrich Merz als Gegenpol zu Merkel, die ja weiterhin Kanzlerin bleibt, gewählt würde.

Aber zu meiner großen Enttäuschung wurde in der Stichwahl, nachdem der affektierte, arrogante und widerlich eitle Jens Spahn als Außenseiter raus war, die Mini Merkel Annegret Kramp Karrenbauer (AKK) gewählt.

Aber eigentlich hätte mich das nicht wundern brauchen. Die CDU ist nun mal die Partei der Hinterzimmerabsprachen, wenn es um die Besetzung von Posten geht. Schließlich ist es bei der CDU normal, dass für einen Posten nur ein Kandidat zur Wahl steht. (Gut sichtbar in Hamburg bei der Wahl der 5 Stellvertreter, für die genau 5 Kandidaten zur Verfügung standen.) Im Prinzip wurde in Hamburg ein Theaterstück aufgeführt. Jens Spahn war dafür da, dass 2 Wahlgänge gebraucht wurden. Merkel, die Meisterin der Absprachen, und die von ihr protegierte AKK hatten zuvor schon dafür gesorgt, dass die notwendige Stimmenzahl im 2. Wahlgang zusammen kommt, damit

  • Merkel das Weiterregieren so angenehm wie möglich gemacht wird
  • Ihre Wunschkandidatin auf ihre Nachfolge bestmöglich platziert ist
  • Politisch alles beim alten bleibt
  • Ihre Nachfolge bloß kein Mann antritt

Viele Menschen kapieren immer noch nicht, dass hinter Merkels freundlichem Gesicht ein eiskalter, berechnender Machtmensch steht. Gegen Merkel würde selbst Frank Underwood alt aussehen. Merkel hat nicht nur im Laufe ihrer Karriere ausschließlich Männer als potentielle Bedrohung weggebissen, sondern sich auch die Allüren einer absolutistisch regierenden Monarchin zugelegt. Frau Merkel hat es nicht nötig, sich zu erklären. Sie schweigt bei Problemen einfach. Und wenn sie ihr Schweigen bricht, redet sie lange und sagt doch nichts. Ihre Fraktion ist ein reiner Abnickverein. Ihre Koalitionspartner vernichtet sie politisch wie eine schwarze Witwe (die Arachnida) das Männchen nach der Paarung. Erst die FDP, dann die SPD. Die FDP hat es gerade noch so eben überlebt. Die SPD befindet sich bereits im Todeskampf. Frau Merkel hat ein für unsere Demokratie sehr gefährliches Prinzip für ihren Wahlkampf entwickeln lassen: Die asymmetrische Demobilisierung.

Als asymmetrische Demobilisierung wird in der Politikwissenschaft eine Wahlkampfstrategie bezeichnet, die darauf abzielt, durch das Vermeiden von Stellungnahmen zu kontroversen Themen die potenziellen Wähler des politischen Gegners soweit zu demotivieren, dass sie vom Wahlgang absehen. Wenn nicht unbeabsichtigt gleichzeitig die eigenen Wähler demobilisiert werden, steigt der Stimmenanteil der Partei, die die Strategie praktiziert. Das Sinken der Wahlbeteiligung wird bei Anwendung der asymmetrischen Demobilisierung billigend in Kauf genommen.

(aus Wikipedia)

Frau Merkel hat das überall akzeptierte politische Lagersystem (links vs. rechts, konservativ vs. sozialdemokratisch) aufgelöst. Für die Machtoption „An der CDU vorbei kann keine Regierung gebildet werden“ hat sie unser jahrzehntelang bewährtes System der Blöcke zerschlagen und gleichzeitig zugelassen, dass am rechten Rand die AfD entstanden ist.

Durch die Wahl von AKK ist nun festgelegt, dass bis zum Ende des Legislaturperiode 2021 keine Veränderung der Politik eintritt. Ob Merkel beide Ämter ausübt oder AKK Parteivorsitzende ist, spielt keine Rolle. Aber der Parteivorsitzende der CDU hat das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur für die nächste Bundestagswahl 2021. Natürlich muss darüber ein Parteitag entscheiden, aber wie oben geschrieben, dass wird rechtzeitig in Hinterzimmergesprächen festgeklopft. Wie in einer Monarchie hat Merkel die Erbfolge der Kanzlerschaft festgelegt, denn da die CDU faktisch die letzte verbliebene Volkspartei ist, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie auch die nächste Kanzlerin stellt. Und das wäre dann AKK. Diese Frau wird dann den Politikstil des visionslosen Weiterso bis 2025 fortführen. Also mindestens weitere 7 Jahre Stillstand in Deutschland unter der Regierung von Frauen. Frauen, von denen behauptet wird, sie könnten sowieso alles besser als Männer. Die Presse jedenfalls jubiliert. AKK hat es den verhassten weißen alten Männern gezeigt. Ein Mann, der in der freien Wirtschaft erfolgreich ist? Ein Mann, dem nicht den Mief von „Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal“ anhängt? Ein Mann der nicht auf die Abgeordnetendiäten schielt? Verdächtig! Nene, dann lieber so eine wie AKK, da wissen alle, dass sie ihre Pöstchen, die sie von Merkel für ihre Loyalität erhalten haben, auch bis zum Ende der Legislaturperiode behalten können.

Heute muss man gar nicht mehr zu den Grünen schielen, wenn es um Misandrie geht, die CDU wird die Grünen in dieser Hinsicht noch übertreffen. Was spielt es für eine Rolle, wenn in der Fraktion mehr Männer als Frauen sind, wenn der Posten des Regierungschefs und der vieler Minister von Frauen besetzt sind? Wer zuletzt der Vorsitzenden der Frauen-Union zugehört hat, weiß wo die Reise hingeht. Männer werden im Politikbetrieb zunehmend an den Rand gedrängt werde und wenn wir nicht aufpassen, entscheiden in einigen Jahren Frauen, was für Männer gut ist. (Und das wird dann gar nicht gut für uns Männer sein!)

An dieser Stelle noch ein kleines Statement zur SPD: Auch hier ist eine Frau Parteivorsitzende. Nicht unbedingt zum Besten der Partei, aber immerhin. Die Grünen sind paritätisch aufgestellt, aber die Wahlordnung bzw. das Frauenstatut würde auch einen reinen Frauenvorstand ermöglichen, aber immer mindestens 50% weibliche Kandidaten vorsehen. Die FDP wird schon seit Jahren von Windbeuteln geführt. Die Linkspartei interessiert mich nicht.

Was bleibt? Ich war langjähriger (20+ Jahre) CDU Wähler. Die aktuelle CDU wird von mir aber weiterhin keine Stimme mehr erhalten. Entweder werde ich

  1. aus Verzweiflung FDP oder
  2. aus Protest AfD oder
  3. aus Destruktivismus eine unbedeutende Kleinstpartei (Die Partei?)

wählen. Etwas Zeit bleibt ja noch, erst im Mai 2019 wird wegen der Europawahl das Stimmvieh an die Urnen gerufen.

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2 Gedanken zu “Mini Merkel und der Weg ins Matriarchat

  1. Ich wähle wieder AfD. Leider nach Verlust von Lucke, Henkel, Starbatty, Köhmel, Petry usw.. immer weiter nach rechts gerutscht. Gauland hat es so gewollt. Höcke & Co lass ich weiter dummschwätzen, es gibt noch wirklich gute Zweite Reihe Leute, Siehe YouTube Videos aus BT und den LTs. Und vor allen Dingen ein herrliches Brechmittel für Altparteien. Das lasse ich mir zumindest für die näch
    sten Wahlen nicht entgehen. 😎

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  2. Eigentlich find ich aus der gesamten AfD Bundestagsfraktion nur die Weidel gut. Und das obwohl sie ne Lesbe ist. 😉 Die AfD sollte langsam mal anfangen Höcke und Co zu entsorgen. Sonst hat die Partei trotz Merkel und AKK auf Dauer keine Zukunft.

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