The Pence Effect

Kennt ihr das? Mann liest sich so durch mgtow Blogs, sieht sich einige YouTube Videos an und stößt auf einmal einen Begriff, den einem bisher unbekannt war. Bloomberg, ein Wirtschaftsdienst, berichtet unter Bezug auf den sog. Pence Effect, dass Angestellte an der Wallstreet mittlerweile dazu übergegangen sind, aus Angst vor falschen Beschuldigungen, den Kontakt mit Kolleginnen vollständig einzustellen oder auf das absolute Minimum zu beschränken.

Wie sieht das genau aus? Nun, keine Geschäftsessen mehr mit Kolleginnen, im Flieger nicht neben der Kollegin sitzen, im Hotel Zimmer auf verschiedenen Etagen buchen und keine Meetings mit einer Frau ohne Zeugen. Das ist aber erst der erste Schritt in der Selbstverteidigung der Männer. Mittlerweile gehen Entscheidungsträger schon dazu über, nachzudenken, ob allein die Einstellung einer Frau schon ein nicht mehr kalkulierbares Risiko ist. Ein falsch verstandenes Wort und schon ist der Mann in größten Schwierigkeiten.

Was hat das nun mit dem Pence Effect zu tun? Nun, Mike Pence wird wie folgt zitiert:

During his 12 years in Congress, Pence had rules to avoid any infidelity temptations, or even rumors of impropriety. Those included requiring that any aide who had to work late to assist him be male, never dining alone with a woman other than his wife, and not attending an event where alcohol is served unless Karen was there.

In a 2002 interview with The Hill, Pence called it, “building a zone around your marriage.”

“If there’s alcohol being served and people are being loose, I want to have the best-looking brunette in the room standing next to me,” Pence said.

[Karen, die best-looking brunette, ist natürlich Mike Pences Frau.]

Bekanntlich ist Mike Pence nicht irgendwer. Er ist Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Und selbst so jemand macht sich Sorgen, wenn er spät abends allein mit einer weiblichen Mitarbeiterin im weißen Haus oder im Kapitol arbeiten muss. Außerdem geht er nie zu Veranstaltungen, wo Alkohol ausgeschenkt wird, solange seine Frau nicht dabei ist. Lezteres ist meiner Meinung nach übertrieben, da ja genug Zeugen anwesend sind, aber gut, ist ja sein Ding.

Was für den Vizepräsidenten der USA gilt, gilt umso mehr für Wallstreet Banker und erst recht für alle anderen in weniger gut bezahlten Positionen oder niedrigeren Hierarchien. Die Gefahr, die von falschen Beschuldigungen durch Frauen ausgeht, ist eben real. Männer sollten das keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.

Aber anstatt die Schuld nun bei den hysterisch kreischenden Feminazis zu suchen, sind natürlich die Männer schuld. Schließlich können Frauen so nicht networken und Karriere machen. Oh weh!

Mit besonderer Genugtuung habe ich den folgenden Abschnitt und da vor allem den letzten Satz zur Kenntnis genommen:

Now, more than a year into the #MeToo movement — with its devastating revelations of harassment and abuse in Hollywood, Silicon Valley and beyond — Wall Street risks becoming more of a boy’s club, rather than less of one.

Es ist wirklich besser, ohne Kolleginnen in Ruhe zu arbeiten, als in ständiger Furcht vor falschen Anschuldigungen zu leben. Gut gemacht Wallstreet! So muss der Gegenschlag aussehen!

Alles nur aufgebauscht und nur in Amerika relevant? Mitnichten. Der Spiegel berichtet hier über eine 15-jährige, die gegen 2 Männer falsche Anschuldigungen bzgl. sexuellem Missbrauch vorgebracht hat. Zitat: Die 15-jährige konnte den zweiten Tatverdächtigen in einer Reihe mehrerer Bilder auch nicht identifizieren – obwohl sie ihn persönlich gekannt haben will. Zitat Ende! Leider wird im Artikel nicht berichtet, wie die falschen Vorwürfe geahndet werden, falls überhaupt. Ich bin mir sicher, das Mädchen hat keine Strafe zu erwarten. Man sollte sie allerdings in eine Datenbank speichern, damit man bei der nächsten Beschuldigung gleich weiß, woran man bei ihr ist. Gina Lisa Lohfick gehört da übrigens ebenfalls eingespeichert.

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Ein Gedanke zu “The Pence Effect

  1. „Lezteres ist meiner Meinung nach übertrieben, da ja genug Zeugen anwesend sind, aber gut, ist ja sein Ding.“ Das ist nicht unbedingt ein Schutz, sondern nur im Nachhinein vor Gericht interessant. Seine Frau hingegen fungiert als Bodyguard welche andere Frauen wegbeißt bevor sie überhaupt auf die Idee kommen könnten etwas zu versuchen.
    Im Prinzip ist das umgekehrt von dem wie es früher war. Damals hat der Mann die Frau beschützt, heute beschützt die Frau den Mann.

    Trotzdem bleibe ich lieber MGTOW und vermeide Frauen generell.

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