Hausmann Schäuble

Während meiner berufsverändernden Pause sind viele diskussionswürdige Dinge passiert. Einen Teil werde ich nun aufarbeiten. Fangen wir also mit unserem verehrten Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble an. Ja, genau der Schäuble, der 1994 von einem verurteilten Waffenhändler 100.000 DM in einem verschlossenen Umschlag als Parteispende für die CDU angenommen hat. Muss jedenfalls ein großer Umschlag gewesen sein, den 100.000 DM ließen sich minimal in 100 Scheinen a 1000 DM stückeln. Eine moralische Autorität ist Herr Schäuble also nicht gerade.

Trotzdem entblödet sich der Mann nicht, bei einer Feierstunde zu 100 Jahre Frauenwahlrecht zu fordern,

dass Männer gelegentlich mit Nachdruck daran erinnert werden müssen, dass wir die für unsere Gesellschaft unverzichtbaren Tätigkeiten, die auch heute noch ganz überwiegend Frauen unbezahlt verrichten, anders aufteilen müssen: Kindererziehung, Hausarbeit, Pflege.

Jetzt frag ich mich natürlich ob der im Rollstuhl sitzende Schäuble, der seit Oktober 2017 Bundestagspräsident ist und davor seit 2005 Minister in verschiedenen Funktionen in der Bundesregierung war, jemals zum Handtuch gegriffen hat und den Abwasch abgetrocknet hat. Oder eine Spülmaschine ausgeräumt, die Wäsche aufgehängt oder die Wohnung gesaugt hat. Hat er die Erziehung seiner 4 Kinder maßgeblich mit verantwortet?

Nichts von dem wird Herr Schäuble seit mehreren Jahrzehnten gemacht haben. Schon weil jemand in diversen Parteiämtern, als Minister oder Bundestagspräsident dafür gar keine Zeit hat. Ich denke eher, dass im Hause Schäuble eine oder mehrere Hausangestellte bzw. seine Frau diese Tätigkeiten erledigen.

Man kann Schäubles Verhalten als nichts anderes als Pharisäertum deuten. Andere auffordern, etwas zu tun, was man selbst seit Ewigkeiten nicht gemacht hat. Oder wie der Volksmund sagt: Wasser predigen und selber Wein saufen. Ich brauche keine Belehrung von einem, der illegale Parteispenden annimmt. Die 100.000 DM sind übrigens in keinem Rechenschaftsbericht der CDU jemals aufgetaucht. Der Verbleib des Geldes konnte nie geklärt werden. Unsere obrigkeitshörige Justiz stellte das Verfahren gegen Schäuble ein. Ein Treppenwitz der deutschen Geschichte ist es, dass so jemand später Finanzminister in unserer Bananenrepublik werden konnte.

Mit all den Feministinnen kann man ja noch umgehen, schlimmer finde ich Pudel wie auch Herr Schäuble einer ist, die anderen Männern in den Rücken fallen. Die einzige Chance, jemanden wie Herrn Schäuble die Meinung zu geigen, ist die CDU bei den anstehenden Wahlen nicht auf dem Wahlzettel anzukreuzen. Aber der Wähler in Deutschland vergisst ja schnell. Und dann wird aus alter Gewohnheit doch wieder das Kreuz bei den Schwarzen gemacht. Was soll man dazu sagen? :-/

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